Lisa-Marie Jeckel
Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Frau Raab, Sie haben ausgeführt, dass Sie es für einen Fehler halten, den Brief geschrieben zu haben. Das würden Sie heute nicht mehr tun. Diese Aussage hat mich tatsächlich etwas gewundert nach Ihrem Auftritt in der letzten Sitzung des Medienausschusses. Da stellt sich mir die Frage: Wann zwischen der letzten Sitzung des Medienausschusses und dem heutigen Plenum sind Sie zu dieser Einsicht gelangt? Ich erinnere mich noch sehr gut an die Ausschusssitzung, in der ich Sie gefragt habe, ob Sie den Brief heute noch mal so schreiben würden. Sie sagten – mit Erlaubnis des Präsidenten zitiere ich aus dem Ausschussprotokoll –: „Abg. Lisa-Marie Jeckel: Der zweite Teil der Frage lautete, ob Sie das, Stand heute, wieder so tun würden, wenn Ihnen etwas auffällt an Raab: Das käme sehr auf den Inhalt an. Es kommt immer auf den Inhalt an.“ Einsicht sieht anders aus. Wieso also haben Sie die Frage damals so beantwortet und heute klingt das ganz anders? Was war der Auslöser für Ihren heutigen Sinneswandel? Kommt das wirklich von Ihnen, oder wurde Ihnen dazu geraten, und wenn ja, von wem? (Beifall der FREIEN WÄHLER, bei der CDU sowie des Abg. Peter Stuhlfauth, AfD)
