landtag-rlp.de ↗

Joachim Paul

AfD 08.11.2023 Sitzungen 18/53

Sehr verehrtes Präsidium, liebe Kollegen! Zunächst einmal sind die Zahlen aktuell. Sie sind vom 13. Oktober, also höchst aktuell. Der Kollege hat es schon gesagt, die Anhörung beschäftigte sich mit den Viertklässlern, wir reden hier aber von der neunten Klasse. Das war also nicht zutreffend, was Sie uns hier mitgeteilt haben. Ich komme kurz zu dem Englisch. Natürlich ist das sehr erfreulich. Ich will auch gar nicht sagen, dass da im Prinzip große Fehler gemacht worden sind. Allerdings kenne ich es schon aus meiner Schulzeit, dass zum Beispiel HeavyMetal-Fans immer stärker im Englischunterricht als andere Schüler waren, weil sie die Texte gelesen und sich damit auseinandergesetzt haben. Das hat schon etwas mit dem Medienkonsum zu tun. Das scheint mir gerade bei den Social-Media-Angeboten ein vorherrschender Grund zu sein. Kommen wir aber noch einmal – Sie haben die Rechtschreibung noch einmal angesprochen – zu dem Artikel, den ich eingangs schon zitiert habe: Der prozentuale Anteil der Neuntklässler, die im Jahr 2022 im Fach Deutsch im Kompetenzbereich Orthografie den Mindeststandard für den mittleren Schulabschluss verfehlen, ist in Rheinland-Pfalz höher als der Bundesdurchschnitt. – Das heißt also, Sie haben sich eben auf den Regelstandard bezogen. Der Mindeststandard ist schlechter. Das muss man auch zum Thema „Orthografie“ sagen. Vielleicht noch einmal – das ist im Prinzip auch ein Beleg für unsere Einschätzung, dass die Einwanderung hier eine ganz große Rolle spielt –, auch hier hat ZEIT ONLINE ganz klar festgestellt, ich zitiere aus dem Artikel von Herrn Spiewak mit Erlaubnis des Präsidenten: „Der zweite Grund für die schlechten Ergebnisse im Fach Deutsch lässt sich aus dem IQB-Bericht ziemlich genau sich, dass es insbesondere viele in der ‚Wir-schaffen-das‘-Zeit gekommene Kinder schulisch nur halb geschafft haben.“ Das Thema „Einwanderung“ ist von fundamentaler Bedeutung. Wenn jemand nach Deutschland ohne Schulerfahrung in die 7./8. Klasse kommt, dann nutzt Ihnen auch Ihr Kitaprogramm nichts. Dann nutzen Ihnen auch diese vorgeschalteten Maßnahmen nichts. Dann schlägt das Thema „Einwanderung“ eben auch in das Bildungssystem ein. Deswegen muss meines Erachtens eine Konsequenz eine Änderung der Zuwanderungspolitik sein. Wir müssen jetzt die Notbremse ziehen. Wir müssen verhindern, dass Kinder, die nicht ausreichend Deutsch sprechen, im Regelunterricht Platz nehmen. Das ist nicht gegen die Kinder gerichtet, sondern es geht um eine Qualitätssicherung. Das hat nichts mit Segregation zu tun, sondern das hat etwas mit Vernunft zu tun. Erst Deutsch, dann Regelunterricht. Das haben wir immer gefordert. Der Grundwortschatz, den Sie eben angesprochen haben, war eine Initiative der AfD, die Sie aufgegriffen haben, zwar nicht in dem Umfang, wie wir das wollten, aber Sie haben das aufgegriffen. Das gehört mit dazu. (Glocke des Präsidenten) – Ich komme zum Ende. Letzter Satz: Wir müssen auch mehr nach der späteren Berufsperspektive differenzieren. Deswegen wollen wir die Handwerks- und Gewerbeschule. Wir wollen eine stärkere Differenzierung. Noch ein Wort, nach dem Motto – – – (Glocke des Präsidenten) – Gut, ich denke, ich habe die wesentlichen Punkte gesetzt. (Beifall der AfD)

Alle Reden von Joachim Paul Protokoll ↗