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Sven Teuber

SPD 28.09.2023 Sitzungen 18/51

Da Sie offensichtlich selbst nicht wissen, was Sie vorher gesagt haben, was man an dem Begriff „Sprachpolizei“ festgestellt hat, will ich nur noch einmal klar festhalten, es gibt nicht das Problem, das Sie hier herbeireden wollen. Frau Ministerin Hubig hat für die Schulen klargestellt, dass die Regeln, so wie sie dort von dem von Ihnen zitierten Rat vorgegeben wurden, auch in den Schulen gelebt werden. Das muss man den Kolleginnen und Kollegen auch gar nicht sagen. Es ist aber keine Frage von Rechtschreibung allein, die Sie hier machen. Was Sie hier machen wollen, ist ein Kulturkampf. Diesen Kulturkampf muss man unterbinden. Sie wollen es nicht verstehen. Ich frage mich, vor was Sie Angst haben. Vor was haben Sie Angst? Angst vor der Freiheit der Menschen? Ich finde, gerade jetzt, wo Putin unsere Freiheit angreift, die Ihre Partei unterstützt, müssen wir die Freiheit der Menschen umso mehr verteidigen, liebe Kolleginnen und Kollegen. (Beifall der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP – Unruhe bei der AfD) Wenn das am Ausdruck von Sprache festgemacht wird, dann muss ich eindeutig festhalten, dann stört mich das überhaupt nicht, wenn Menschen den Glottisschlag verwenden und wenn Menschen gendern. Gleichwohl werde ich als Deutschlehrer, der ich im Moment nicht aktiv bin, sicherlich über den Wandel von Sprache und das Thema des Gendersterns, das Sie so erregt, in den Dialog treten. Es ist die Aufgabe auch von Deutschunterricht und Sprachunterricht, gemeinsam über die Bedeutung zu sprechen, warum man dieses so schreibt und wie sich Sprache entwickelt hat. Das ist eine Möglichkeit, über diesen einzelnen Stern abseits von richtig oder falsch darüber zu reden, warum manche ihn anwenden und warum es andere lassen. Wir schreiben aber niemandem vor, ihn anzuwenden, so wie Sie es hier herbeireden wollen. Das halte ich auch für richtig. (Beifall der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP)

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