Sven Teuber
Ja!) Deswegen bin ich an der Stelle auch den Innungen dankbar. Ich bin den Kammern, den Industrie- und Handelskammern und den Handwerkskammern, dankbar. Wir haben dieser Tage den Landesbestenpreis gefeiert, um noch einmal in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatte zu rücken, was junge Menschen mit der beruflichen Aus- und Weiterbildung erreichen können, und dass es nicht eine Bildung erster und zweiter Klasse gibt, sondern dass es eine Gleichwertigkeit ist. Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich will auch noch einmal den Unternehmen und Betrieben, die ausbilden, Danke sagen, die sich trotz mancher Widrigkeit immer wieder klarmachen, die Fachkraft von morgen ist der Auszubildende von heute. Deswegen will ich an der Stelle Danke sagen; denn es ist nicht immer einfach, und deswegen ist es wichtig, das heute noch einmal hier zu unterstreichen. All diese Maßnahmen wirken, wenn wir uns die aktuellen Zahlen anschauen, nämlich die Entwicklung von 2022 auf 2023. Wir haben im Bereich „Industrie und Handel“ in Rheinland-Pfalz ein Plus von 8,4 %, und wir haben im Handwerk landesweit ein Plus von 4,4 %. Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich finde, das spricht dafür, dass wir vor Jahren schon die Weichen gestellt und gute Projekte initiiert haben, die jetzt greifen, und junge Menschen in die Ausbildung gehen. (Beifall der FDP, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der SPD) Damit sich der Trend fortsetzt, arbeiten wir gemeinsam mit den Kammern und Verbänden stetig weiter. Das Bildungsministerium habe ich angesprochen. Wir werden jetzt noch einmal Schnupperpraktika einführen, um jungen Menschen bewusst und niedrigschwellig Lust zu machen. Ich will hier explizit noch einmal die gezielte Ansprache von Studierenden anführen, die ihr Studium nicht zu Ende führen. Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich habe eben in der Debatte das Wort der Abbrecher gedanklich mitgezählt. Mir persönlich ist es etwas zu häufig genannt worden. Vielleicht sollten wir von Chancen sprechen. Vielleicht sollten wir von Umsteigern sprechen und nicht von Scheitern und Abbrechen. Auch das sollte uns umtreiben. (Beifall der FDP, der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Zuletzt ist mir natürlich auch das Thema, wie wir junge Menschen aus dem Ausland für eine berufliche Ausbildung in Rheinland-Pfalz begeistern und gewinnen können – Ruanda ist angesprochen worden in unserer über 40- jährigen Partnerschaft –, ein Herzensanliegen. Sie merken, es sind viele Stellschrauben, aber wir sollten jungen Menschen Lust machen und somit die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz für die Zukunft stärken. Herzlichen Dank. (Beifall der FDP, der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
