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Jutta Blatzheim-Roegler

GRÜNE 27.09.2023 Sitzungen 18/50

Wir haben über die Innovationen gesprochen, die es auch in Zukunft der Landwirtschaft ermöglichen sollen, gut zu arbeiten. Wir müssen aber noch mehr tun. Ich bin davon überzeugt, dass der Klimawandel und der Verlust der biologischen Vielfalt die größte Bedrohung für die Ernährungssicherheit darstellen. Wir haben in Rheinland-Pfalz dazu Projekte wie „Lebendige Moselweinberge“. Das erwähne ich deswegen, weil dort gezeigt wurde, wie Artenvielfalt in einer Kulturlandschaft ohne Verluste und auch jenseits von nur bio oder nur konventionell gefördert werden kann. Ich möchte das Gesetz ansprechen, das Sie auch schon angesprochen hatten, das Gesetz zur Wiederherstellung der Natur. Ich bin davon überzeugt, dass sich das positiv auf die Ernährungssicherheit in Europa auswirken und den Landwirten helfen wird, die erforderlichen Produktionskapazitäten der landwirtschaftlichen Flächen für die nächsten Jahrzehnte zu sichern. Ohne eine Verbesserung der biologischen Vielfalt und den Aufbau stärkerer und widerstandsfähiger Ökosysteme wird es einfach nicht möglich sein, Ernährungssicherheit und -erzeugung, Bioökonomie und ländliche Gebiete sowie letztlich den Lebensunterhalt von Landwirtinnen und Landwirten zu gewährleisten. Innovation allerdings heißt für mich nicht, auf Gentechnik oder Glyphosat als Allheilmittel zu setzen. Ich bedauere ausdrücklich, dass das von der WHOAgentur für Krebsforschung als wahrscheinlich krebserregend eingestufte Glyphosat für weitere 15 Jahre zugelassen werden soll. Das ist in meinen Augen keine Innovation. Vielen Dank. (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bei der SPD sowie der Abg. Cornelia Willius-Senzer, FDP)

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