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Michael Frisch

AfD 20.07.2023 Sitzungen 18/49

Das kriegen Sie locker hin!) aber ich versuche es einmal. (Vereinzelt Heiterkeit im Hause) Gerade kam der Hinweis aus der Praxis. (Zuruf von der SPD: So ist es!) Ich möchte es einmal so versuchen, meine sehr geehrten Damen und Herren. Ein Landwirt, der im Frühjahr seine Saat ausbringt, hat mehrere Erlebnisse im Wachstum dieser Pflanzen, die ihn persönlich berühren, die aber letztendlich auch seinen Geldbeutel und sein Unternehmereinkommen beeinflussen. Wenn er sein Saatkorn in die Erde gelegt hat, dann ist eines der schönsten Erlebnisse im Frühjahr, wenn die Saat aufgeht und er weiß, dass er in der Vorbereitung zur Saat hin vieles richtig gemacht hat, vielleicht das eine oder andere aber auch hätte anders machen können. Wenn er dann die Saatreihen aufgehen sieht und auf einmal sieht, dass die Pflanzenzahl weniger wird, dann kann er unter Umständen eine Enttäuschung verspüren. (Vizepräsidentin Astrid Schmitt übernimmt den Vorsitz) Diese Enttäuschung kann umso größer werden, wenn er jedes Mal mehrmals schauen fährt und unter anderem feststellen muss, dass vielleicht die Maissaat nicht wie erwartet aufgegangen ist. Früher hat es Maissaatgut gegeben, das eine Beize hatte, die gegen den Drahtwurm gearbeitet hat, sodass die Pflanze nicht durch den Drahtwurm aufgefressen worden ist. Heutzutage steht diese Beize nicht mehr zur Verfügung. Ein anderes Ergebnis kann sein, dass nicht die Rabenkrähe, die kann bejagt werden, sondern die Saatkrähe die Rübenpflanzen, die Gemüsepflanzen, die Maispflanzen Stück für Stück wegnimmt. In den letzten Jahren konnten wir feststellen – Kollege Zehfuß hat dankenswerterweise erwähnt, der Bauern- und Winzerverband Süd hat ein Monitoring durchgeführt, im Rahmen dessen die Landwirte die Schadenzahlen und die Hektarzahl, die Quadratmeterzahl beim Bauernverband gemeldet haben –, dass die Schadenausmaße immer größer werden. Wenn wir dann analysieren, dass dieses Jahr – mit eines der größten Schadenjahre durch diese Saatund Rabenkrähen – dazu geführt hat, dass – verständlicherweise – viele Berufskollegen Alarm geschlagen und gesagt haben, es ist bei Weitem ein Maß erreicht, dass wir es zum Thema machen müssen, dann ist es gut und richtig, dass wir heute hier darüber reden. Richtig ist aber auch, dass wir letzte Woche im Ausschuss darüber gesprochen haben. Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich lasse es nicht gelten, dass hier versucht wird zu proklamieren, dass es in der Landesregierung unterschiedliche Auffassungen gibt. Es gibt eine Auffassung, dass die Saatkrähe eine geschützte Art ist, das muss man akzeptieren. Das haben Sie, Herr Zehfuß, richtig dargestellt, es ist eine geschützte Art. (Abg. Stephan Wefelscheid, FREIE WÄHLER: Ja, leider!) – Herr Wefelscheid, leider – ich kann es nur aus der Perspektive eines Landwirts sagen –, leider sind Sie keiner, (Abg. Benedikt Oster, SPD: Gott sei Dank!) vielleicht wären Sie ein guter, ich kann es leider so nicht beurteilen. (Heiterkeit bei der SPD –

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