Johannes Zehfuß
Ich habe das F.R.A.N.Z.-Projekt in der ersten Runde angesprochen. Das sind produktionsintegrierte Maßnahmen auf großer Fläche. Das ist das Maß der Dinge, Getreide zum Beispiel mit blühender Untersaat. Das sind Maßnahmen – das ist wichtig –, die in der Landwirtschaft Anklang und Unterstützung finden. Bundeskanzler Scholz hat von der Zeitenwende gesprochen. Liebe grüne Weltverbesserer, verabschieden Sie sich von der gebetsmühlenhaft vorgetragenen Verbotskultur. Akzeptieren Sie, dass Landwirte, weil sie es gelernt haben, ertragssichernde Landwirtschaft kombiniert mit wirksamer Sicherung der Biodiversität optimal miteinander verbinden, (Beifall der CDU) wenn man sie lässt, weil sie es können. Werfen Sie Ihre alten Sprechzettel weg und kommen Sie in der Realität an. In anderen Politikbereichen haben Sie ihr Damaskus-Erlebnis schon hinter sich. Lassen Sie es in der Agrarpolitik zu. Ich zitiere den Friedensnobelpreisträger von 1970, Norman Ernest Borlaug: „Mit leeren Mägen und menschlichem Elend kann man keine friedliche Welt aufbauen.“ Es widerspricht allen ethischen Grundsätzen und dem für uns verpflichtenden humanistischen Denken, wenn wir in Deutschland und Mitteleuropa Gunstflächen aus der Produktion nehmen, angesichts der Tatsache, dass wir dadurch in nächster Nachbarschaft Versorgungsengpässe provozieren. (Beifall der CDU) Den Rat einer Kollegin im Plenum vom 31. März will ich zitieren, dass sie doch in der Sahelzone selbst ihren Weizen anbauen sollen. Der ist wenig hilfreich. Vielmehr beweist er die Realitätsferne der Protagonisten. (Bei der CDU) Nachhaltiges Wirtschaften heißt, das Ganze im Blick zu haben, über den Tellerrand hinaus zu schauen und Verantwortung für die Welternährung zu übernehmen, nicht nur für uns selbst, (Glocke der Präsidentin) fruchtbare Ackerböden zur Lebensmittelproduktion zu nutzen und nicht stillzulegen, den Landwirten Vertrauen zu schenken. Landwirte haben ihren Beruf gelernt, und die machen es gut. (Beifall der CDU)
