Michael Frisch
Lieber Herr Teuber! Der Trierer Stadtrat kann nicht beschließen, dass das Land die Hälfte der Kosten übernimmt. Es war ein Resolutionsantrag, der ganz ähnlich im Kreis Ahrweiler unter anderem mit den Stimmen der SPD und der Grünen beschlossen worden ist. Es hieß, das Land wird aufgefordert, sich an den Kosten zu beteiligen, weil es eine rechtlich gleichgestellte Betreuungsform ist. (Zuruf des Abg. Sven Teuber, SPD) Insofern gehörte das sowohl in das Kommunalparlament als auch in diesen Landtag. Die Stadt Trier wird im Jahr mit über 2 Millionen Euro bei den Kosten für die Kindertagespflege belastet. Von Gleichbehandlung kann nicht die Rede sein. Sie haben diesen Begriff verwendet und suggeriert, es würde eine Gleichbehandlung erfolgen. Das Gegenteil ist der Fall. Sowohl die Eltern als auch die Kommunen müssen die vollen Kosten für die Kindertagespflege übernehmen. In der Kita wird ab dem zweiten Lebensjahr die Hälfte der Kosten vom Land übernommen. Wo ist eine Gleichbehandlung? Ich kann sie beim besten Willen nicht erkennen. Bezüglich der Qualität finde ich es problematisch. Natürlich ist eine KitaErzieherin professionell ausgebildet, aber bei den Tagespflegeeltern handelt es sich oft bzw. in der Regel um Familienväter und -mütter, die eigene Kinder großgezogen haben. (Zurufe von der SPD) Wenn Eltern sagen, ich vertraue dieser Person, dass sie mein Kind gut betreut und eine feste Bindung zu ihm aufbaut, dann sollte uns das als Qualitätsnachweis ausreichen. Ich glaube nicht, dass man pauschal sagen kann, dass Kinder in der Kita besser und professioneller betreut werden als bei einer Tagesmutter. Da wäre ich sehr vorsichtig, solche Wertunterschiede zu machen. (Zurufe von der SPD) Ich schließe persönlich, das, was Sie gesagt haben, war für einen AfD-Antrag schon fast das höchste der Gefühle, dass Sie nicht rundweg abgelehnt haben, dass so etwas in Zukunft kommt. Das nehme ich sehr positiv mit. (Abg. Sven Teuber, SPD: Könnte! – Weitere Zurufe von der SPD – Glocke der Präsidentin) – Kommen könnte. Schränken Sie es noch mit drei Konjunktiven ein. Sie haben aber nicht nein gesagt. Das ist immerhin für unseren Antrag eine Erfolgsaussicht, die ich wohlwollend mitnehme. Danke schön. (Beifall der AfD)
