Martin Louis Schmidt
Frau Kollegin Willius-Senzer, manchmal überlegt man sich wirklich, ob man Dinge noch kommentieren soll, weil sie so niveaulos sind, aber ich muss es an dieser Stelle doch tun. Sie haben davon gesprochen, der Sinn dessen, was ich erzählt habe, sei quasi gewesen, dass ich japanische Mangas als entartete Kunst bezeichnet hätte. (Abg. Cornelia Willius-Senzer, FDP: Nein, das habe ich so nicht gesagt!) – Natürlich haben Sie das suggeriert, und ich finde, man muss doch einmal reflektieren, was man eigentlich von sich gibt. (Beifall der AfD – Zurufe von der SPD und der FDP) Ich meine, damit stellen Sie mich und uns in eine Ecke, da stehen einem die Haare zu Berge. Ich möchte nur noch einmal kurz sachlich erklären, worum es dabei ging. Diese japanischen Mangas in Frankreich und auch bei uns verkaufen sich auch ohne jede Fördermaßnahme. Es kann doch nicht Sinn des KulturPasses sein, in einer Kulturbranche, in der die Situation, wie wir alle wissen, schwierig ist, Gelder in so eine Richtung zu lenken. Das habe ich kritisiert. Auch habe ich klargemacht, dass dieses Projekt viele Chancen eröffnet und wir es nicht rundweg ablehnen. Die Gefahr, dass Dinge finanziell davon profitieren, die gar keiner Förderung bedürfen, sehen wir aber durchaus. Es kann auch nicht der Sinn sein, dass Steuergelder letztlich dem Zweck dienen, dass japanische Manga-Comics in Deutschland noch höhere Auflagen erzielen als ohnehin schon. Ich bitte also, demnächst, wenn Sie solche Äußerungen machen, doch einmal zu überlegen, was Sie da eigentlich tun. Danke sehr. (Beifall der AfD –
