Gerd Schreiner
Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen! Was bräuchte es jetzt mit bald 1 Milliarde Euro aufgelaufener Defizite und Schulden, vor allen Dingen ohne jede Aussicht darauf, so gigantische Überschüsse zu erwirtschaften, dass man irgendwann einmal seine Schulden zurückzahlen kann? Was bräuchte es also jetzt? – Es bräuchte einen Kaufmännischen Vorstand, der das Vertrauen der Beschäftigten genießt. (Beifall der CDU) Das volle Vertrauen! Der seinen Gesprächspartnern mit Respekt und Wertschätzung begegnen würde. Das ist der Anspruch. Was ist die Wirklichkeit? – Der Einstand des Kaufmännischen Vorstands war – vorsichtig formuliert – schwierig. Ich erinnere an seinen berühmten Weihnachtsbrief, für den er um Entschuldigung bitten musste. Alle hofften, er hätte etwas dazugelernt. Als Vorschuss auf seine Arbeit wurde sein Vertrag sogar durch Sie, Herr Alt, vorzeitig verlängert, lange vor der Zeit. Warum bloß? Hat also der Kaufmännische Vorstand dazugelernt? – Leider nein. Die Chefärzte wussten sich keinen anderen Ausweg, als Ihnen, Herr Alt, und Ihnen, Herr Hoch, gemeinsam einen Brandbrief zu schreiben, mal wieder. Zum Dank durften die Chefärzte in der Zeitung lesen, was sie verdienen. Wer weiß denn, was die einzelnen Chefärzte verdienen, die mit den Altverträgen und die mit den Neuverträgen, nicht nur theoretisch, sondern auf Heller und Cent? Das ist schließlich vertraulich. Wer weiß so etwas? Ganz ehrlich, mir fehlt jede Fantasie, wie die Einrichtungsleiter und der Kaufmännische Vorstand (Staatsminister Clemens Hoch: Reden Sie auch noch zur Sache?) jemals wieder vertrauensvoll (Glocke der Präsidentin) zusammenarbeiten wollen. Vielen Dank. (Beifall der CDU und der FREIEN WÄHLER)
