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Michael Frisch

AfD 22.06.2023 Sitzungen 18/47

Sehr gut!) Blicken wir kurz auf die Tatsachen in der aktuellen Bildungspolitik und damit in die Schulen unseres Landes. Ich greife aufgrund der Zeit nur ein einziges Thema heraus, nämlich die Personalisierung mit ihren unterschiedlichen Auswirkungen auf das Kind. Schon jetzt zeigt sich ein eklatanter Lehrermangel, ausgefallene Stunden, teilweise doppelt beaufsichtigte Lerngruppen, Hauptsache, die Statistik stimmt. Wie genau soll denn so auf die Bedürfnisse der I-Kinder, der Hochbegabten, der Normalbegabten und von allen Kindern mit sozialen Problemen eingegangen werden? Was genau wird getan, um den Beruf des Lehrers vonseiten des Landes wirklich attraktiver zu gestalten? Welche Rahmenbedingungen werden tatsächlich verbessert? Sie alle, sämtliche Lehrerinnen und Lehrer, die jetzt vor ihren Klassen stehen, leisten Tag für Tag wirklich großartige Arbeit, setzen sich für die ihnen anvertrauten Kinder aus einem Berufsethos heraus ein. Sie lieben ihren Beruf. Sie gehen an und oftmals auch über ihre Grenzen. Soll ich Ihnen die Konsequenz davon sagen, wenn sie das alles nicht tun würden und nur den schnöden Dienst nach Vorschrift machen würden? – Bildungskollaps, und die Schulen und weitere Bildungseinrichtungen wären zu. (Beifall der CDU und der AfD – Zuruf von der SPD) Uns ist als CDU bewusst, dass wir eine veränderte Schülerschaft an den Schulformen zu verzeichnen haben. Sie alle brauchen individuelle Forderung und Förderung. Dass die Fähigkeiten des Lesens, Schreibens und Rechnens leider nicht mehr so geübt werden, liegt daran – vor allem auch darin sind die Gründe zu sehen –, dass Unterrichtsausfall, zu große Klassen, Veränderungen in der Gesellschaft, fachfremdes Unterrichten, deutlich zu wenig Zeit für die Arbeit am Kind, ein eklatanter Lehrermangel, mehr Verwaltungsarbeit, mehr Probleme und ein stetiges Aufbürden von Zusatzarbeiten vonseiten des Bildungsministeriums die eigentliche Arbeit eines Lehrers beeinträchtigen. (Abg. Michael Frisch, AfD: So ist es!) Sie wollen die Probleme und Hilferufe, die in der Zeitung sind und in den Gesprächen und in Besuchen rübergebracht werden, nicht hören. In meinen Augen ist das blanke Verweigerung. (Beifall der CDU und der AfD) Eine Stunde mehr Deutsch ist wichtig und richtig, aber Ihr Plan ist temporär begrenzt. Es braucht dauerhaft mehr Deutsch und entsprechend ausgebildetes Personal. Wir brauchen keine Feigenblätter. Wir brauchen echte, gut ausgebildete Lehrer und entsprechend mehr Unterricht. (Beifall der CDU) Als CDU konstatieren wir bei der Landesregierung: Pflästerchen im Notfall kleben und keine nachhaltige Bildungspolitik, die dieser Notsituation an den Schulen gerecht wird. Mehr in der zweiten Runde.

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