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Gerd Schreiner

CDU 11.05.2023 Sitzungen 18/44

Arbeitsteilung!) – Ah, Arbeitsteilung. Auch habe ich mich gefragt, als wir über den Wald geredet haben und ich ein, zwei Jahre zurückgedacht habe: Wo sind eigentlich die 4 Millionen Bäume, die uns die CDU versprochen hat? (Zurufe von der CDU) Kommen wir aber jetzt zum Ernst der Sache. Wenn wir uns die verschiedenen Sektoren und einen Sektor anschauen, über den aktuell ganz emotional, aber auch heiß diskutiert wird, nämlich den Wärmesektor, möchte ich auf den in meiner Rede kurz eingehen, weil das ein wichtiges Thema ist. Ich war letzte Woche bei der Tagung der Schornsteinfegerinnung im Westerwald. Dort haben wir auch sehr intensiv über die Wärmewende und den Klimaschutz diskutiert. Wir merken alle, die Energiewende kommt jetzt auch auf den Feldern, auf denen Photovoltaik ausgebaut wurde, auf denen Windenergie ausgebaut wurde, und bei den Menschen in den Heizungskellern an. Alle diskutieren jetzt natürlich sehr emotional, welche da die richtigen Schritte sind. Mit den Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfegern haben wir wirklich gut und konstruktiv diskutiert. Ich habe dort eine Stimmung, eine große Lust der Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger erlebt, dass sie ihr Know-how den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stellen, dass sie die Menschen beraten und bei der Wärmewende mitnehmen wollen; denn wir brauchen die Wärmewende nicht nur aus Klimaschutzgründen. Wenn man sich den Klimaschutzbericht ansieht, sieht man auch, dass der Gebäudesektor natürlich ein Sektor ist, in dem nur sehr langsam und träge Veränderungen vorangehen. Deswegen ist es wichtig, dass wir uns auf den Weg machen, mit erneuerbaren Energien Wärme zu erzeugen. Grüne Wärme ist zur Erreichung unserer Klimaschutzziele notwendig. (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der SPD sowie des Abg. Marco Weber, FDP) Dabei ist natürlich auch klar, wir lassen die Menschen dabei nicht im Stich. Niemand darf zurückgelassen werden. Wir brauchen die Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger, die Energieagentur, die Verbraucherzentrale, die die Menschen beraten, aber wir brauchen natürlich auch unterstützende Maßnahmen bei den Investitionen in erneuerbare Wärme, in Wärmepumpen, in Nahwärmenetze usw. usf. Deswegen ist es auch so wichtig, dass wir draußen die Energieagentur mit ihren Regionalbüros haben, die jetzt die Kommunen berät, wie sie die Wärmenetze voranbringen können. Daher ist es auch so wichtig, dass wir gestern KIPKI auf den Weg gebracht haben; denn KIPKI ist auch ein Weg, um nicht nur den kommunalen Klimaschutz voranzubringen, sondern auch die regionale Wertschöpfung zu steigern; denn wenn wir uns zurückerinnern, dann haben wir doch auch nach dem Start des Angriffkriegs Russlands auf die Ukraine die Schlüsse gezogen, wir müssen uns von fossilen Energien unabhängig machen. Wir wollen nicht mehr, dass aus unseren Regionen Geld für Kohle, Öl und Gas – vor allem bei der Wärme für Öl und Gas – an autokratische Länder geht, womit die regionale Wertschöpfung geschwächt wird. Wir wollen nicht mehr, dass Geld für Kohle, Öl und Gas aus unseren Regionen abwandert und damit die Kaufkraft vor Ort schwächen. Deswegen ist das KIPKI-Investitionsprogramm eine Investition in die regionale Wertschöpfung und die Unabhängigkeit von fossilen Energien. Ich habe am Umwelt-Campus studiert und von dort ein Zitat von einem Professor mitgenommen, nämlich von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, der gesagt hat „Das Geld des Dorfes dem Dorfe“. Die Wärmewende sorgt nicht nur dafür, dass wir unsere Klimaziele erreichen, sondern auch dafür, dass das Geld in der Region bleibt, bei den Handwerkerinnen und Handwerkern, die die erneuerbare Energie voranbringen, die die Wärmenetze planen und warten, die aber auch die Wärmepumpen vor Ort installieren und warten. Deswegen ist es so wichtig, dass wir bei der Wärmewende vorankommen, neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien Wind, Photovoltaik und Bioenergie. Das ist mein Beitrag zum Klimaschutzbericht. Danke schön. (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der SPD sowie der Abg. Philipp Fernis und Marco Weber, FDP)

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