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Joachim Paul

AfD 11.05.2023 Sitzungen 18/44

Herr Köbler, man muss wirklich sagen, was Sie hier teilweise veranstalten, ist schon sehr fragwürdig. Sie sagen im Prinzip, entweder ist man für die Inklusion oder dagegen, als würde es keinen ausdifferenzierenden Weg zwischen diesen zwei Polen geben. Im Prinzip verkaufen Sie dann auch noch Ihre angebliche Konsequenz bei der Inklusion. Das, was Sie hier spiegeln, ist nichts anderes als Ideologie. Es stellt sich doch die Frage, wie wir zu einem Schulsystem kommen, das eine Zusammenbeschulung ermöglicht, aber auch die Grenzen klar wahrnimmt. Die Grenzen treten dort auf – das muss man schon sagen –, wo ein Unterricht, ein Regelunterricht, der im Prinzip irgendwann zur Berufsreife führen soll, reibungslos und konzentriert abläuft, und da, wo das nicht mehr möglich ist. Da muss man genau hinschauen. Das, was Sie in den Raum stellen, es würde überhaupt keine Störungen geben, das würde alles herbeigeredet, entspricht einfach nicht der Realiltät. Noch ein letzter Satz. Wenn Sie sagen, die UN-Behindertenrechtskonvention soll die Teilhabe zu inkludierender Kinder, die – ich sage einmal – alle möglichen Benachteiligungen haben, verwirklichen, dann muss man einfach sagen, das ist doch bei uns in Deutschland durch unsere hervorragenden Förderschulen schon immer verwirklicht worden. Stellen Sie diese Schulen doch nicht ins Abseits. Ein Beispiel ist die Disterweg-Schule in Koblenz. Ich kenne sehr viele, die dort ein Praktikum gemacht haben. Die leisten mit den zu inkludierenden Kindern hervorragende Arbeit. Therapeutisches Reiten, musische Erziehung, das ist ein hervorragender Unterricht, der auch vor der UN-Behindertenrechtskonvention glänzend bestehen kann. Wenn Sie sagen, im Prinzip muss das alles abgebaut werden, und wir können uns nur für oder gegen die Inklusion entscheiden, dann ist das eine Undifferenziertheit, die hier wirklich fehl am Platz ist. (Glocke der Präsidentin) Wir müssen individuell und differenziert auf das Problem schauen und nicht mit Ideologie daherkommen, wie Sie das machen. (Beifall der AfD)

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