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Dr. Oliver Kusch

SPD 30.03.2023 Sitzungen 18/42

Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich bin immer wieder erstaunt, Sie kommen von jedem Thema wieder auf die Medizinstudienplätze. Da fehlt mir manchmal wirklich die Fantasie, wie Sie das schaffen. (Abg. Kathrin Anklam-Trapp, SPD: Von jedem Thema! – Unruhe bei CDU und FREIEN WÄHLERN) Ich will nicht immer wieder in dasselbe Horn blasen wie Sie. Ich könnte Ihnen mit der Landarztquote, mit dem Unicampus Trier und den Sachen, die in Koblenz gemacht werden, erzählen, was alles gemacht wurde. Wissen Sie aber, egal was wir sagen, es kommt immer wieder dasselbe heraus. Deshalb wissen wir die Antwort schon. (Zuruf der Abg. Ellen Demuth, CDU) Sie können aber nicht übersehen haben, dass das Land Rheinland-Pfalz für 2,3 Milliarden Euro die Unimedizin komplett neu baut. Herr Pfeiffer ist immer ein Freund von Superlativen. Er sagt, wir werden die neueste Unimedizin in ganz Europa haben. Da ist einfach das Ding, dass wir keine Freunde von einfachen Antworten auf komplexe Fragen sind. (Zuruf des Abg. Dr. Jan Bollinger, AfD) Es werden ganz viele neue Dinge kommen müssen. Sie können gerne die Antworten abwarten, Herr Bollinger. Sie werden kommen. Es wird eine Krankenhausreform geben. Es werden weniger Betten da sein. Wir werden mehr ambulante Ausbildung brauchen. Dann muss die Approbationsordnung entsprechend angepasst werden. Die Krankenhausstruktur wird komplett anders werden. Es wird zu großen Umstrukturierungen kommen. Wenn Ihre einzige Antwort darauf dann nur 200 Medizinstudienplätze sind, dann bin ich sehr froh, dass wir das machen dürfen und nicht Sie. (Beifall der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP) Weil Sie fragen, ob die Algorithmen uns nicht bekannt sind: Natürlich sind uns die Algorithmen bekannt. Es ist ein großes Ziel, dass man die Algorithmen verbessert, man schaut, dass man die 116117, die momentan mit Sicherheit nicht optimal ist, wesentlich besser hinbekommt, damit ein Patient, der sich selbst zum Notfall definiert, dort gesagt bekommt, bei welcher Struktur er wann am besten aufgehoben ist. Es soll das Ein-Tresen-Modell geben, bei dem die BDZ, die Notdienstzentralen, die INZ, alle zusammen kommen werden. Dann müssen Sie doch auch sagen, dass dann, wenn eine landgestützte Rettung nicht möglich ist, (Glocke der Präsidentin) die luftgestützte Rettung in den ländlichen Regionen sehr, sehr gut unterwegs ist. Das sind alles Dinge, die dazugehören. Dann muss man noch sagen, Sie reden unser System immer so schlecht, aber es gab kein europäisches Land, (Glocke der Präsidentin) das zu Corona-Zeiten keine Patienten zu uns verlegt hat. (Abg. Sabine Bätzing-Lichtenthäler, SPD: Genau!) Auch das immer so häufig genannte Dänemark hat zu uns Patienten geschickt, damit sie bei uns versorgt werden, weil es die Länder nicht selbst geschafft haben.

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