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Jutta Blatzheim-Roegler

GRÜNE 30.03.2023 Sitzungen 18/42

Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich danke meinem Vorredner. Wir stehen vor vielfältigen Herausforderungen, auch wir in Deutschland als Importland von Lebensmitteln. Das ist aber nicht die einzige Krise. Ich habe schon das Artensterben erwähnt. Wir brauchen gemeinsame Lösungen für den landwirtschaftlichen Strukturwandel, für Ernährungssicherheit, für Klima- und Artenschutz. Das muss zusammengedacht werden. Ein Wort zu denen, die grüne Ideologie hinter jeder zukunftsfähigen Überlegung sehen. Ich darf mit Erlaubnis des Präsidenten aus dem BDM aktuell – das ist das Verbandsmagazin des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter – zitieren. Sie hatten eine Fachtagung in Bayern. Das Fazit: Vom Klimawandel ist die Landwirtschaft unmittelbar und erheblich betroffen. Zum einen müssen die Landwirte von ihren Wiesen und Äckern ausreichend Futtermittel in bester Qualität für ihre Nutztiere ernten. Zum anderen fordert der Klimawandel auch die Anpassung an die ackerbauliche Produktion und den Anbau trockenresistenter Getreidesorten. – Das ist kein Problem, das sich die Grünen irgendwie ausgedacht haben. Dass wir dem Artensterben gegenüber etwas tun müssen, hat auch die EU kapiert. Allerdings waren die ersten Vorschläge für die SUR viel zu weitgehend. Darin waren wir uns in diesem Hause einig. Ich bin Sarah Wiener, die die Berichterstatterin über die Verordnung im Europäischen Parlament ist, sehr dankbar, dass sie gerade zu den von uns kritisierten Maßnahmen in Richtung sensible Gebiete, aber auch der pauschalen Reduzierung von Pflanzenschutzmitteln einen Entwurf gemacht hat, (Abg. Marco Weber, FDP: Der ist ja noch schlimmer!) der unsere Bedenken miteinbezieht. Anders wird das nichts. Wir Grüne bleiben natürlich dabei, wir brauchen mehr Ökolandbau und den Umbau des Agrarsystems. (Glocke des Präsidenten) Einen Hinweis noch – letzter Satz – zum DLR: Es gibt ein zehnjähriges Forschungsprojekt zur Biodiversität in Weinbaulagen. Wir hatten es letztens im Ausschuss. Ich kann es jedem nur ans Herz legen. Dort sind gute Maßnahmen beschrieben, wie man Artenvielfalt und Biodiversität auch im konventionellen Anbau behalten kann. Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam weitergehen. Danke schön. (Beifall bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bei der SPD und bei der FDP)

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