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Johannes Zehfuß

CDU 30.03.2023 Sitzungen 18/42

Lieber Herr Kollege Weber, erstens steht das schon in meinem Terminplan, zweitens kennen Sie meinen missionarischen Eifer, der in der eigenen Fraktion nicht nachlässt, (Zuruf des Abg. Marco Weber, FDP) sodass Kollege Baldauf immer top informiert ist. (Abg. Hans Jürgen Noss, SPD: Oje!) Die Agrarforschung wandert aus Deutschland ab. Hier muss im Sinne der Ernährungssicherheit dringend gegengesteuert werden. Darüber hinaus sollten Importe nach Deutschland die gleichen qualitativen und produktionstechnischen Anforderungen erfüllen müssen wie einheimische Produkte. Das gilt auch mit Blick auf internationale Handelsabkommen. Hierzulande wird moniert, dass Landwirte Grundwasser anzapfen und zu viel Dünger und Pflanzenschutzmittel anwenden, um die regionalen Lebensmittel herstellen zu können. Beim Kauf der günstigeren nordafrikanischen Ware oder auch von spanischen Erdbeeren und Orangen schaut der Verbraucher jedoch nicht so genau auf die Bedingungen, die in den jeweiligen Ländern herrschen. Ob die Wasserressourcen in anderen Länder zur Neige gehen oder Pflanzenschutzmittel angewendet werden, die hierzulande gar nicht zugelassen sind, interessiert dabei eher sekundär. Man steigert den Import mit fragwürdigen Produktionsbedingungen, um sich in Deutschland in Bezug auf den Klimaschutz reinzuwaschen. Dagegen findet die Lebensmittelproduktion gerade bei uns in klimatischen Gunstlagen statt. Nutzen wir diese Gegebenheiten und lassen die Landwirte ihrer Berufung nachgehen, anstatt sie im Paragrafendschungel alleinzulassen. Es wurde kurz die GAP angesprochen. GAP allein ist nicht der Problemlöser, um die Probleme der Landwirtschaft zu lösen. Erlauben Sie mir ein Praxisbeispiel. Richtigerweise kommt jetzt die Kartoffel, weil ich gerne über Dinge rede, über die ich ein klein wenig Fachwissen habe. Deswegen bin ich ansonsten sehr ruhig. (Abg. Benedikt Oster, SPD: Was?) In der Vergangenheit betrug die Förderung je nach Förderkulisse rund 300 Euro (Glocke des Präsidenten – Zurufe von der SPD) – gutes Gehör – pro Hektar. Wenn der Landwirt beim Kartoffelkauf nur 1 ct/kg an der Ladentheke mehr bekommt, sind das 400 Euro/ha, nur um ein Gefühl dafür zu bekommen, was die landwirtschaftliche Förderung und was der Ladenverkaufspreis für Auswirkungen haben. Förderprogramme allein helfen deswegen nicht. (Glocke des Präsidenten) Noch einen halben Satz. Wir sollten uns angewöhnen, unsere Lebensmittel an der Ladentheke zu bezahlen. (Beifall bei der CDU)

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