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Michael Frisch

AfD 02.03.2023 Sitzungen 18/40

Sehr gut!) So schaffen wir insgesamt gleiche Chancen für alle, die in unserer Gesellschaft einen wichtigen Beitrag leisten, sei es auf dem Arbeitsmarkt oder in der Familie. Sehr geehrte Kollegen, im Jahr 2022 verdienten Frauen mit vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiografien wie Männer – das ist ein weiterer Spot, den ich lenken möchte – im Schnitt 7 % weniger pro Stunde als ihre männlichen Kollegen. Das Statistische Bundesamt weist allerdings darauf hin, dass die Unterschiede geringer ausfallen würden, wenn mehr Informationen über lohnrelevante Einflussfaktoren für die Analyse zur Verfügung stünden, etwa Angaben zu Erwerbsunterbrechungen aufgrund von Schwangerschaft, Geburt von Kindern oder Pflege von Angehörigen. Der bereinigte Gender Pay Gap sei daher als Obergrenze für Verdienstunterschiede zu verstehen. In der Tat ist es so, dass exakt identische Arbeit in Deutschland gleich entlohnt werden muss. Differenzen werden aber nie ganz verschwinden, wenn wir es mit der Vertragsfreiheit ernst nehmen. Das ist keine vorrangige Frage des Geschlechts, sondern der individuellen Ausgestaltung von Arbeitsverhältnissen. Hierin unterscheiden sich Frauen und Männer durchaus in ihren Präferenzen und Bedürfnissen. Sehr geehrte Kollegen, um verbleibende Gehaltslücken trotzdem bestmöglich zu schließen, müssen Mädchen und Frauen weiter ermutigt und befähigt werden, selbstbewusst und kompetent in Vertragsverhandlungen aufzutreten und sich bietende Chancen konsequenter zu nutzen. Auch in Sachen Gründerinnen und Start-up-Kultur gibt es sicherlich noch einigen Nachholbedarf, obwohl wir natürlich niemanden zwingen können und wollen, ins unternehmerische Risiko zu gehen. Allerdings bietet die fortschreitende Digitalisierung hier aus meiner Sicht noch erhebliche ungenutzte Potenziale, (Glocke des Präsidenten) insbesondere für Mütter, die beispielsweise nicht in Vollzeit arbeiten möchten. Mädchen und Frauen einfachere und neue Wege in die Erwerbstätigkeit zu öffnen, sollte am Ende branchenübergreifend gelingen. Deshalb finde ich es gut und sinnvoll, dass das Land sie dabei unterstützt, auch in MINT-Berufen verstärkt Fuß zu fassen. Nach dem Motto „Was ich will, das kann ich“ fördert das Ada-Lovelace-Projekt gezielt junge Frauen, die eine Erwerbslaufbahn in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik anstreben. Es handelt sich um zielscharfe frauenpolitische Ergänzungsmaßnahmen, die wir als AfD-Fraktion gerne unterstützen. Sehr geehrte Kollegen, anders verhält es sich aus unserer Sicht mit Bestrebungen aus der linken politischen Ecke, die das Leistungsprinzip aushebeln wollen, beispielsweise durch die Einführung starrer Geschlechterquotenregelungen in Unternehmensvorständen. Das ist nicht nur praxisuntauglich und stellt Betriebe vor immense Herausforderungen, sondern es ist auch ungerecht gegenüber männlichen Arbeitnehmern. Als Alternative zu einer von links erzwungenen Gleichstellungspolitik stehen wir für Gleichberechtigung am Arbeitsplatz. Über beruflichen Erfolg und Karriere sollten ausschließlich Neigung, Befähigung und Leistung entscheiden, unabhängig von Geschlecht, Alter und Herkunft. Vielen Dank. (Beifall der AfD)

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