Sven Teuber
Herr Präsident, Kolleginnen und Kollegen! Ich sagte es schon, wir haben viele Expertinnen und Experten zu dem Thema „KI“ in Rheinland-Pfalz beheimatet. Wir durften unter anderem mit Frau Bast und Frau Wallerath von der Berufsbildenden Schule Gestaltung und Technik in Trier sprechen. Die beiden sind bundesweit bei dem Lehrerpreis mit dem dritten Platz für ihre Arbeit der fächerübergreifenden und interdisziplinären Unterrichtseinheit zum Thema „Künstliche Intelligenz“ ausgezeichnet worden. Die Schülerinnen und Schüler haben analysiert, was Elemente der Künstlichen Intelligenz sind, wo die Künstliche Intelligenz unsere Nervenstränge und unsere körperlichen und biologischen Fähigkeiten als Mensch adaptiert, die teilweise deutlich besser ausgestattet sind, als eine KI das kann. In dem Zusammenhang haben sie das am autonomen Fahren gemacht und hinterfragt, wie Algorithmen entstehen, wie ein Auto tatsächlich lernt, autonom zu fahren. Damit haben sie das geschafft, was Bart Simpson in seinem Unterricht wohl offensichtlich weniger erfahren hat, nämlich einen motivierenden, mitnehmenden Unterricht. Die Schülerinnen und Schüler haben fächerübergreifend mit den Lehrerinnen und Lehrern gemeinsam die Unterrichtseinheit entwickelt, und dafür wurden Frau Bast und Frau Wallerath zu Recht mit dem Deutschen Lehrerpreis ausgezeichnet. Dafür herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle. (Beifall der SPD, vereinzelt bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie des Abg. Philipp Fernis, FDP) Wir sehen, dass Künstliche Intelligenz deutlich mehr ist als ChatGPT. Wir sehen auch, dass ein Unterricht anders aufgebaut werden kann, wenn man digitale Elemente aufnimmt. Wir bekommen für Lehrerinnen und Lehrer auch die Möglichkeit, Diagnostik ganz anders zu ermöglichen, Lernstände zu unterschiedlichen Zeitpunkten individueller zu erfragen, Stärken und Schwächen zu analysieren und Förderpläne und individuelle Ziele zu erarbeiten. Diagnostik – das wissen wir auch aus dem IQB-Bericht – ist ein ganz entscheidender Punkt, um Kernkompetenzen weiterzubringen. Da wollen wir die digitalen Mittel nutzen, um Kolleginnen und Kollegen in ihrer guten Arbeit zu bestärken. Ich muss der Landesschüler*innenvertretung, die ich sehr schätze, erst einmal widersprechen. Hausaufgaben werden weiterhin notwendig sein; denn sie müssen in dem Zusammenhang intelligent sein, sodass ich tatsächlich erkenne, wie ich Aufgaben hinterfrage, wie ich Aufgaben stelle und wie ich zu Hause das weiterentwickle, (Glocke des Präsidenten) was wir im Unterricht gemeinsam als Team begonnen haben. Diesen Dialog werden wir gerne mit der Landesschüler*innenvertretung weiterführen. Vielen Dank. (Beifall der SPD, bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie des Abg. Steven Wink, FDP)
