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Sven Teuber

SPD 01.03.2023 Sitzungen 18/39

Sehr geehrter Herr Präsident, Kolleginnen und Kollegen! Blauer Himmel, ein paar Wölkchen. Wir machen einen Flug runter und sehen durch ein Fenster in eine Schule. Dort ist eine große Tafel, und dort steht ein kleiner Junge, der dort immer wieder und wieder den selben Satz an die Tafel schreibt. Richtig, wir sind in Springfield, und dort steht Bart Simpson an der Tafel, und er schreibt sinnlos und monoton stupide immer wieder den selben Satz, der vielleicht nicht falsch sein mag, aber keine Kompetenzen ausbildet und wirklich demotiviert. ChatGPT ist ein wenig wie Bart Simpson; denn man kann richtig Freude daran finden, wenn man ihn hinterfragt, Ironie erkennt und die Werkzeuge auch in der Kompetenz hat, um ihn zu enttarnen und tatsächlich auch mit dieser Ironie damit zu arbeiten. Ich bin froh, dass wir solch einen stupiden, monotonen, demotivierenden Schulalltag in unseren Schulen in Rheinland-Pfalz selten bis gar nicht finden, liebe Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der SPD und bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Das Karolinen-Gymnasium Frankenthal beispielsweise ist bundesweit in den Schlagzeilen, weil man dort schon ausprobiert hat, was mit ChatGPT geht und was nicht. Karin Reißer-Mahla wird zitiert, dass sie es in Geschichte zu oberflächlich fand, was ChatGPT als Quelle ausgeworfen hat, aber dass es auf der anderen Seite auch Freiräume schafft, die man nutzen kann, wo die KI im Endeffekt einfach eine Entlastung für die Lehrkraft vielleicht auch in Organisationsfragen ermöglicht. Zu dem HGT in Trier – meine ehemalige Schule, an der ich unterrichten durfte – ist dem Volksfreund zu entnehmen, dass der stellvertretende Schulleiter, Jan Illgen, sagt: Verbote bringen nichts. – (Unruhe im Hause – Glocke des Präsidenten) Lehrerinnen und Lehrer haben sich bereits auf freiwilliger Basis und mit Unterstützung von unterschiedlichen Weiterbildungsangeboten weitergebildet. Die Landesschüler*innenvertretung ist wieder einmal bei der Debatte vorne dabei und vorbildlich dabei zu schauen, welche Folgen es für den eigenen Schulalltag als Schülerin, als Schüler hat, wenn man mit ChatGPT und künftigen Angeboten konfrontiert wird. Wir sehen aber auch im wissenschaftlichen Bereich in Rheinland-Pfalz mit Frau Professorin Zweig von der TU Kaiserslautern-Landau, dass wir auch in der Wissenschaftsforschung – meine Kollegin Frau Dr. Rehak-Nitsche war gestern auf einer solchen Veranstaltung zugegen – sehen können, wie sich die Welt durch Künstliche Intelligenz in Forschung, Lehre und Lernen verändert und – wie wir von Frau Professorin Zweig lernen – wir eine kritische Distanz zu einer solchen Technik haben müssen, ohne sie zu verteufeln. Wenn sie aber sagt, dass man mit der Technik nicht die Welt verstehe, (Unruhe der CDU) weil diese Technik kein Taktgefühl habe und sie nicht dort zum Instrument werden dürfe, wo es um Gerechtigkeit gehe, hat sie, wie ich finde, einen wichtigen Punkt gemacht, der in der Debatte gewürdigt werden muss; (Beifall der SPD und des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Anhaltend Unruhe der CDU) denn das Thema „Teilhabe und Zugänge zu bildungsgerechten Angeboten“ ist eines – – – (Unruhe im Hause – Glocke des Präsidenten)

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