Hans Jürgen Noss
Das ist gut!) Die weitere Entwicklung ist Geschichte. Das Land versuchte dann, den Hahn an einen Hochstapler zu verkaufen, schließlich an eine Pleitegesellschaft, die HNA, von der man sich jahrelang auf der Nase herumtanzen ließ. Herr Dr. Streit, mal ehrlich, würden Sie diese Landesregierung, die für die Desaster am Hahn und am Nürburgring verantwortlich ist und die regelmäßig von Kammern und Unternehmerverbänden für ihre katastrophale Wirtschaftspolitik kritisiert wird, wirklich noch einmal beim Hahn ans Steuer lassen? – Nein, ich glaube, wir brauchen jetzt Profis im Cockpit. Die Sache geht ihren Gang. Wir haben mehrere Bieter, die alle den Flugbetrieb aufrechterhalten wollen. Das muss uns wichtig sein; denn daran hängen Arbeitsplätze auch abseits der Landebahn. Es ist gut, dass diese Arbeitsplätze im Moment gesichert scheinen. Es gibt zu Recht eine öffentliche Diskussion über die Bieter. Bei einem, Herrn Charitonin, müssen wir davon ausgehen, dass er zumindest vom Wohlwollen Putins abhängig ist. Herr Charitonin strebt allerdings keine strategische Beteiligung, sondern nur eine Finanzbeteiligung am Flughafen an. Der türkische Flughafenbetreiber YDA hätte als Käufer den Vorteil, dass die Gesellschaft über Erfahrung mit dem Betrieb von Flughäfen verfügt und ein überzeugendes Geschäftsmodell vorgelegt haben soll. Erdogans Türkei ist aber als Verbündeter auch kein sicherer Kantonist. Auch nach dem verheerenden Erdbeben im türkisch-syrischen Grenzgebiet gab es wiederholt türkische Bombenangriffe auf syrisches Gebiet. Ein heimischer Käufer – auch ein solcher steht wohl bereit – würde uns also vor vielen Unwägbarkeiten bewahren. Als AfD finden wir den Gedanken sympathisch, dass eine mindestens vom Land als kritisch eingestufte Infrastruktur in deutscher Hand ist. Unser Fokus in der Landespolitik sollte aber vor allem darauf liegen, dass die Arbeitsplätze erhalten werden. Dazu werde ich in der zweiten Runde ausführen. Vielen Dank. (Beifall der AfD)
