Martin Haller
So ist das nämlich!) Das schafft nicht Hessen und auch nicht Nordrhein-Westfalen. (Abg. Martin Haller, SPD: Die erst recht nicht!) Warum? – Weil wir unseren Lehrkräften gute Rahmenbedingungen in schwierigen Zeiten geben. Natürlich sind die Zeiten schwierig, und natürlich sehen wir, dass wir im Bereich der Vertretungskräfte – Frau Groß sollte als Lehrerin wissen, dass es einen Unterschied zwischen Planstellen und Vertretungskräften gibt – das spüren, was die anderen bei den Planstellen spüren und wir eine enger werdende Personaldecke haben. Wir kümmern uns aber darum und haben uns in der Vergangenheit so aktiv darum gekümmert, dass wir alle Planstellen besetzen können. Wir haben in Deutschland mit die kleinsten Grundschulklassen. Das ist wichtig und auch denjenigen deutlich zu sagen, die jetzt überlegen, was sie studieren, wenn sie ihr Abitur fertig haben. Wir haben die Grundschulen als Schulart bei der Unterrichtsversorgung am besten bedacht, weil wir sagen, uns ist wichtig, dass unsere Kinder in der Grundschule das lernen, was sie brauchen, um später mitzukommen. Wenn Sie einmal als anderen Aspekt auf das Corona-Aufholprogramm schauen, sehen Sie, auch da haben die Grundschulen überdurchschnittlich profitiert. Auch da sind mehr Freiwillige in die Schulen gekommen und haben die Lehrkräfte unterstützt. Das ist gut und war eine richtige Entscheidung so. Die Stellen in Rheinland-Pfalz wachsen auf. Wir haben 1.300 zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten für das Jahr 2023/2024 geschaffen. Frau Groß, Sie werfen uns immer Märchen vor, und da kann ich sagen, versuchen Sie es doch auch einmal mit der Wahrheit. Ich weiß nicht, ob Sie es absichtlich machen oder es einfach nicht besser wissen. Die Unterrichtsverpflichtung in Rheinland-Pfalz ist niedriger als in Hessen. Das ist so, und nicht nur, wenn man auf die 50-Minuten-Stunde schaut, und ich wäre dankbar, wenn Sie vielleicht einfach auf die 45-Minuten-Stunde blicken und das ausrechnen würden. Sie würden sehen: Es ist eine halbe Stunde weniger Unterrichtsverpflichtung als in Hessen. (Abg. Martin Haller, SPD: Kriegt schon wieder nichts mit!) – Ne, sie hört auch nicht zu, aber ich kann es ihr hinterher gerne auch noch einmal direkt sagen. Vielleicht ist es dann für das nächste Mal mit berücksichtigt. Wir haben multiprofessionelle Teams an den Grundschulen, und das ist uns wichtig. Wir haben jetzt die Schulgesundheitskräfte an den Grundschulen in herausfordernder Lage installiert, damit Schulleitungen, damit die Kollegien unterstützt werden. Natürlich gehören auch gute Bezüge dazu, und auch die haben wir in RheinlandPfalz. Warum A 12? – Es ist gesagt worden. Das hängt als Eingangsbesoldung von der Länge des Studiums ab, aber es hat nichts mit Wertschätzung zu tun. Wenn das hier immer suggeriert wird, dann muss ich sagen, ist das, was Sie machen, eine Missachtung der Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer. (Beifall der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der FDP) Bei uns werden die Grundschullehrkräfte in der dritten Eingangsstufe in Besoldungsstufe A 12 eingruppiert, wenn sie anfangen zu arbeiten. Wir haben – auch das ist von Ihnen gefordert worden, aber wir haben das getan – die Besoldung für die Beamtinnen und Beamten in Rheinland-Pfalz seit 2019 um knapp 7 % erhöht. Das bedeutet, hier in Rheinland-Pfalz verdienen die Einsteiger in das Grundschullehramt mehr als in Hessen. Das ist gerade von Herrn Schwab gesagt worden. Ich wiederhole es gerne noch einmal. Hier in Rheinland-Pfalz verdienen die Einsteiger mehr als in Hessen. (Beifall der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der FDP) Wenn Hessen jetzt die Besoldung erhöht – was sie tun müssen, damit sie Grundschullehrkräfte gewinnen –, dann reden wir über 60 Euro mehr im Monat ab August dieses Jahres. Ich glaube nicht, dass es auch nur eine Lehrkraft gibt, die von Mainz nach Wiesbaden geht, um 60 Euro mehr zu verdienen. (Abg. Benedikt Oster, SPD: Dann steht sie noch im Stau morgens auf die andere Seite!) Sie tut es unter dem Strich gar nicht, weil im Moment die Lehrkräfte immer noch 100 Euro mehr verdienen. Wir sehen also, die Besoldung stimmt auch, und das können wir erkennen. Die Lehrkräfte bleiben in Rheinland-Pfalz, und sie kommen nach Rheinland-Pfalz. Abgeordneter Teuber hat die Zahlen gerade schon genannt. Wir haben steigende Studierendenzahlen. Wir haben eine steigende Zahl der Anwärterinnen und Anwärter. Ich sage noch einmal, wir sehen, dass im Lehreraustauschverfahren – auch da behaupten Sie immer, die Lehrkräfte würden in andere Länder weglaufen – im Jahr 2022 459 Lehrkräfte nach Rheinland-Pfalz gekommen sind, gegangen sind 341. Das ist weniger, um es noch einmal deutlich zu sagen. (Beifall bei der SPD, bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der FDP) Wir machen unseren Lehrkräften übrigens Vorabzusagen. Als ein Beispiel: Wir haben in Neustadt 40 angehenden Grundschullehrkräften Vorabzusagen gemacht. Raten Sie einmal, wie viele die angenommen haben. – 40. Das heißt, die Menschen möchten in Rheinland-Pfalz bleiben. Es ist gut, hier Grundschullehrerin oder Grundschullehrer zu werden, bei allen Herausforderungen, die die Situation in den Grundschulen mit sich bringt. Das wissen wir, und deshalb arbeiten wir daran, dass die Situation gut bleibt. Wir tun alles dafür, damit wir gute Grundschulen und unsere wichtigen Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer gute Bedingungen haben. Das werden wir auch weiterhin tun, und ich bin froh, dass wir es können. Ich glaube, wir können guten Gewissens sagen: Kommen Sie nach RheinlandPfalz, bleiben Sie in Rheinland-Pfalz. Hier haben Sie als Grundschullehrerin und Grundschullehrer gute Bedingungen. Vielen Dank. (Beifall der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP –
