Johannes Zehfuß
Wie gerne hätte ich jetzt noch 10 Minuten. (Heiterkeit der Abg. Pia Schellhammer, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Bevor wir Luftschlösser bauen: Unvermeidbare Lebensmittelreste und -abfälle wird es immer geben. Frau Eder, Sie haben betont, wir sprechen in diesem Haus über Lebensmittelverschwendung. Das tun wir schon zwölf Jahre. Wenn wir es ernst meinen und der Lebensmittelverschwendung wirksam entgegentreten wollen, muss in der Schule das Fach „Ernährungskompetenz“, das heißt die Grundlagenvermittlung der Nahrungsmittelerzeugung – Saisonalität, Regionalität –, Hauswirtschaft, das heißt Kochen, gelehrt und (Vereinzelt Beifall bei der CDU) die Verwertung und die Lagerung von Lebensmitteln wieder durchgängig unterrichtet werden, um der jungen Generation die Wertschätzung und den Umgang mit Lebensmitteln wieder grundlegend zu vermitteln. Die vorgenannten Maßnahmen sind geeignet, um die Ernährungsdefizite zu reduzieren und das Bewusstsein zur Wertschätzung von Lebensmitteln zu steigern. Wir müssen die Ernährungsbildung massiv in der Breite verstärken. An den finanziellen Möglichkeiten des Landes kann es nicht liegen. Zu den Ideen, die kamen, also dass man gesetzliche Initiativen ergreift, darf ich Ihnen gegenüber zum LEH sagen, der Schuss geht ins Knie. Folge davon wird sein, der LEH wirft nichts mehr weg – ganz einfach –, sondern das wird reklamiert, und der Erzeuger darf es zurücknehmen. So wird dann die Wahrheit aussehen. (Zuruf der Abg. Pia Schellhammer, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Doch, Frau Schellhammer. Die Leidtragenden sind dann die kleineren und mittleren Betriebe, die diese Möglichkeiten nicht haben. (Beifall der CDU) Zum zwischenparteilichen Disput – es war sehr angenehm in der Diskussion – und als Vehikel zur Präferierung verschiedener Anbausysteme taugt es auf jeden Fall nicht. Lassen Sie uns diese große gesellschaftliche Herausforderung gemeinsam bewältigen. (Beifall der CDU) Träumen ist das eine. Produktives Handeln ist das andere. (Glocke des Präsidenten) – Es ist doch gar kein Lärm. Produktives Handeln ist das andere. Konsequente Ernährungsbildung in der Schule ist das Richtige. (Beifall der CDU sowie des Abg. Marco Weber, FDP)
