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Helge Schwab

FREIE WÄHLER 15.09.2022 Sitzungen 18/29

Sehr geehrter Herr Präsident, werte Kolleginnen und Kollegen! „Bildungswende jetzt: Fachkräftemangel bekämpfen, berufliche Bildung stärken, Schulstrukturreform wagen“. Ein Rundumschlag der antragstellenden Fraktion. Zurück! Marsch, Marsch! Alles auf Anfang! Streng nach dem Motto, glaube niemals einer Statistik, die Du, na ja, Sie wissen schon, frage ich mich, inwieweit die Antragsteller selbst die Hintergründe der im Antrag verwendeten Zahlen ergebnisoffen hinterfragt haben. In der Geschichte unseres Bundeslandes sind in nahezu jedem Jahr mehr Menschen nach Rheinland-Pfalz zugezogen als über die Landesgrenze weggezogen. Damit konnten die Wanderungen fast immer zu einem Wachstum der Bevölkerung beitragen. Besonders hoch waren die Wanderungsgewinne in den ersten Nachkriegsjahren sowie Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre infolge der Grenzöffnung zum Osten. Im Mittel der Jahre 1989 bis 1993 lag der Zuwanderungsüberschuss bei weit über 50.000 Menschen jährlich. Vielleicht ist damit die hohe Zahl der Auszubildenden und Studenten des Jahres 1999 zu begründen, wer weiß. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass heute viele Eltern, deren Eltern selbst nicht die finanzielle Möglichkeit hatten, das vermeintlich Beste für die eigenen Kinder zu wollen, die Kinder zum Studium motivieren wollen. Kennen Sie den Satz: Du sollst es einmal leichter haben als ich? Ich glaube, Sie machen es sich sehr einfach, wenn Sie in Ihrem Antrag einfach alles einmal verändern möchten. Ich glaube, dass eine klare Differenzierung bereits ab Klasse 5 pädagogisch weit daneben ist, und ich halte es auch für falsch, eine Regierung dazu aufzufordern, aktiv für weniger Ausbildung und Qualifikation zu sorgen. Das ist ein abwegiger Gedanke. (Abg. Michael Frisch, AfD: Was? Wo steht das denn in unserem Antrag? –

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