Sven Teuber
Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Fachkräftemangel ist für nahezu alle Unternehmen in unserem Land ein riesiges Problem und eine der größten Herausforderungen, auch wenn man aktuell sehr viel stärker über Energiesicherheit und Energiepreise redet. Die Zukunft gestalten Unternehmen aber nur mit guten Arbeitnehmenden. In dem Zusammenhang verweise ich darauf, dass die Arbeitsagentur deutlich gemacht hat, dass im Mai 2022 850.000 Stellen frei waren und damit so viele wie in den letzten zwölf Jahren nicht. Das muss uns umtreiben. Deswegen ist es richtig, dass wir heute zu dem Thema hier sprechen. Ebenso muss uns noch einmal bestätigen, dass die Stiftung Familienunternehmen mit einer aktuellen Studie des ifo Instituts gezeigt hat, dass 87 % der Unternehmen das als größte Herausforderung festgestellt haben. Es betrifft also alle Branchen, besonders das Handwerk. Der Kollege hat schon zu Recht auf Herrn Wollseifer hingewiesen und deutlich gemacht, dass dort ungefähr von einer Viertelmillion fehlenden Fachkräften auszugehen ist. Ebenso begrüßen wir, dass das Handwerk eine Kampagne gemacht hat, um aufzuklären. Die Aufklärung hat auch der Kollege gutgeheißen, aber es hat bei ihm offensichtlich nicht gewirkt; (Beifall der Abg. Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Lothar Rommelfanger, SPD) denn die Rückschlüsse, die Sie daraus gezogen haben, sind genau das, was diese Kampagne des Handwerks nicht will. Sie wollen eine Schulstrukturreform oder nennen diese so. Ich würde sagen, es ist ein bisschen hochgegriffen, das so zu betiteln, für das, was Sie hier anbieten, aber bleiben wir einmal bei dem Begriff. (Zuruf des Abg. Joachim Paul, AfD) Sie wollen, dass Auszubildende alleine aus den Realschulen kommen. (Abg. Joachim Paul, AfD: Nein! –
