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Christof Reichert

CDU 09.06.2022 Sitzungen 18/25

Peinliche Zahlen!) Liebe Kolleginnen und Kollegen, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: 17,5 % Liegenschaften des Landes, 126 % in ganz Deutschland, Rheinland-Pfalz übrigens in einer ähnlichen Größenordnung. Während sich die Kapazitäten also in Deutschland innerhalb von acht Jahren mehr als verdoppelt haben, passiert auf den Liegenschaften des Landes so gut wie nichts. (Beifall der CDU) Wenn man Ihnen hier manchmal zuhört, könnte man meinen, Sie hätten die erneuerbaren Energien erfunden. Ihre tatsächliche Leistung ist aber maximal mangelhaft. Werden Sie endlich Ihrer Verantwortung und Vorbildfunktion gerecht, und sorgen Sie dafür, dass auf jeder geeigneten Liegenschaft des Landes Strom aus Sonnenenergie produziert wird. (Beifall der CDU und bei den FREIEN WÄHLERN) Bei der eben angesprochenen, doch recht dürftigen Bilanz ein Kapitel mit dem Titel „Das Land als Vorbild“ in den Energiebericht aufzunehmen, grenzt an Hohn (Heiterkeit des Abg. Gerd Schreiner, CDU) und zeigt, wie planlos das Land beim Ausbau der erneuerbaren Energien auf den Liegenschaften im Eigenverantwortungsbereich über Jahre hinweg agiert hat und weiterhin agiert. Liebe Kolleginnen und Kollegen, ein deutlicher Ausbau von erneuerbaren Energien ist für die Zukunft unseres Energieversorgungssystems elementar. Darüber sind sich glücklicherweise in diesem Haus so gut wie alle einig. Aus vielen guten Gründen wollen wir von fossilen Energieträgern unabhängig werden. Dies stellt uns aber auch vor eine Vielzahl an Herausforderungen, denen wir mit kreativen Ideen und Innovationen entgegentreten müssen. Sicher das Smart Metering als Preissignal für netzdienliches Verhalten und eine damit verbundene Optimierung des eigenen Stromverbrauchsprofils, der Ausbau von kurz- und mittelfristigen Speicherkapazitäten, der Ausbau der Nutzung des Imports von grünem Wasserstoff, ohne dabei in zu große Abhängigkeiten zu geraten, und ganz allgemein die Forschung im Bereich der erneuerbaren Energien zum Schaffen neuer Innovationen. All das sind wichtige Bausteine der Energiewende, zu denen man jeweils eine eigene Rede halten könnte. Viele weitere Punkte habe ich gerade noch gar nicht angesprochen. Auf einen Punkt möchte ich aber noch einmal genauer eingehen. Wie eben angedeutet kann die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien sehr volatil sein. Wir haben Schwankungen im Tagesverlauf, im Saisonverlauf. Dadurch steigt dann die Gefahr eines flächendeckenden Blackouts. Das darf man nicht unterschätzen. In diesem Fall, um dann die Stromversorgung wiederherstellen zu können, benötigen wir schwarzstartfähige Kraftwerke. Dazu zählt unter anderem auch die Wasserkraft. (Abg. Gerd Schreiner, CDU: Sehr gut!) Wir werden darüber heute zu einem späteren Zeitpunkt noch reden. Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich würde dann gerne auch einmal ein paar Sachargumente hören, warum wir in Rheinland-Pfalz keine kleinen Wasserkraftanlagen brauchen. (Beifall der CDU – Zuruf des Abg. Martin Haller, SPD) – Herr Haller, ich bin gespannt auf die Argumente. Es reicht nicht aus, nur bei den Zwischenrufen, wie gestern auch, immer nur auf den geringen Beitrag der Wasserkraft in Rheinland-Pfalz einzugehen. Mit diesem Argument könnte man vor Ort jede einzelne Windkraftanlage, jede einzelne PV-Anlage boykottieren, (Abg. Martin Haller, SPD: Deswegen führen wir jetzt diese Debatte!) weil alles nur einen kleinen Beitrag leistet. (Abg. Gordon Schnieder, CDU: So ist es! –

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