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Dr. Joachim Streit

FREIE WÄHLER 12.05.2022 Sitzungen 18/23

Sehr geehrte Frau Dr. Heidbreder, ich schätze Sie als Vorsitzende der EnqueteKommission, wie Sie das alles machen. Sie haben unsere Anträge zum Klimaschutz heute benutzt, um uns ein Etikett zu geben, dass mit § 13 b unser Klimaschutzwille gebrochen sei. (Abg. Daniel Köbler, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Ja! – Weitere Zurufe des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Das ist überhaupt nicht der Fall; denn das, was an Neubauten in den Dörfern entsteht, ist allemal besser als das, was vorher für den Klimaschutz da war. Die Menschen müssen irgendwo leben. Wenn ich Sie höre, dann fällt mir auf, so spricht die Großstädterin in Richtung Land. (Beifall der FREIEN WÄHLER und der CDU – Zuruf des Abg. Daniel Köbler, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Unruhe im Hause) Hier wird ein Graben aufgemacht, den ich in meinem Antrag überhaupt nicht wollte, sondern ich habe gesagt, es gibt Mittel für die Städte, und es gibt Mittel für die Dörfer. Dass die Mittel für die Dörfer nicht die Mittel für die Städte sind, hat Ihr Beitrag gerade bewiesen; denn Sie haben Äpfel mit Birnen verglichen. So geht das hier nicht. (Abg. Daniel Köbler, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Warum wollen Sie denn das? Warum wollen Sie das denn, wegen Wohnraumknappheit? Dann kommen Sie jetzt mit dem ländlichen Raum und dem Bauland! Also, Sie entlarven sich doch selber! – Unruhe im Hause) – Nein, Wohnungsknappheit besteht überall in Deutschland, nicht nur in den Städten. Sie müssen verhältnismäßig auch dort Wohnraum schaffen, so wie Art und Maß der Wohnbebauung in den Gemeinden vorzufinden sind. In Dörfern hinzugehen und achtgeschossige Einheiten zu bauen, will auch keiner, glaube ich. (Abg. Daniel Köbler, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Das geht nicht! – Unruhe im Hause – Glocke der Präsidentin) Das ist der Unterschied zwischen der Wohnraumgewinnung in der Stadt und der Wohnraumgewinnung auf dem Land. (Beifall der FREIEN WÄHLER)

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