Joachim Paul
Ganz kurz zu Erwiderung. Erstens hat gerade die AfD sich dafür eingesetzt, dass die Schulen so schnell wie möglich wieder aufgeschlossen werden bzw. der Unterricht dort erfolgt. Wir waren die treibende Kraft, (Zurufe von der SPD und von der CDU) die gesagt hat, sofort bitte wieder zum Unterricht zurückkehren, weil wir die pädagogischen Kollateralschäden gesehen haben. (Beifall der AfD) Es ist richtig, dass die Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie und die Schließung der Schulen zu einem Nachholbedarf geführt haben, der auch die Schulsozialarbeit umfassen kann. Da wollen wir auch eine Stärkung, nur die Kosten sind seit Jahren gestiegen. Sie sind jetzt nur noch einmal explodiert. Wir haben seit Jahren Kostensteigerungen, seit Jahren wird dieses Phänomen ausgebaut. Das liegt auch daran, dass Sie den Lehrer immer schwächer gemacht haben. Ein guter Lehrer kann viele Konflikte im Klassenzimmer lösen. Er ist zum Teil gar nicht abhängig von der Schulsozialarbeit. Wenn Sie den Lehrer sozusagen zum Lernbegleiter degradieren, wenn Sie im Prinzip sagen, es ist reine Wissensvermittlung mehr oder weniger zwischen Tür und Angel, dann bereiten Sie im Prinzip den Boden für ein immer mehr explodierendes Phänomen der Schulsozialarbeit. Dann haben wir einen Konflikt; denn die Schulsozialarbeit muss keine harten Entscheidungen treffen, die Schulsozialarbeit muss keine Noten geben, sie muss all das nicht, ist davon befreit. Das ist meines Erachtens teilweise auch ein Verdrängen von Konflikten, ein Wegdelegieren von Konflikten, die man eigentlich im Klassenzimmer lösen kann. (Zuruf des Abg. Philipp Fernis, FDP) Ich muss ganz klar sagen, kommen wir auf den Punkt Heterogenität. Ich habe selbst in der Schule unterrichtet. Die Schüler hatten 30 bis 40 % Migrationshintergrund, haben aber teilweise hervorragende Bildungskarrieren hingelegt. (Zuruf des Abg. Martin Haller, SPD) – Ich achte gar nicht auf diesen Quatsch, den Sie mir jetzt hier reinrufen. (Heiterkeit des Abg. Martin Haller, SPD –
