Dr. Joachim Streit
Nachdem Herr Fernis meine Rede gehalten hat, muss ich jetzt umstellen. (Heiterkeit im Hause) Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen, meine Damen und Herren! Deutschland gehen die Fachkräfte aus. Ich traf unlängst in Prüm den ehemaligen Verfassungsrichter Udo Di Fabio, der sagte: Herr Streit, stellen Sie sich vor, Deutschland gehen die Juristen aus. (Abg. Benedikt Oster, SPD: Kann nicht sein! – Zuruf der Abg. Dr. Anna Köbberling, SPD) – Kann nicht sein, ne? Das kann man sich gar nicht vorstellen. Man sieht es aber auch an der SPD-Fraktion. Da muss schon Martin Haller den Untersuchungsausschuss führen, aber ich darf ein großes Lob dafür aussprechen, wie er das macht. (Beifall bei der SPD, bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der FDP) Das ist genau der Punkt. Das ist das Wissen gepaart mit dem, was wirklich an dem Tag auf den Punkt erbracht werden muss. Deshalb ist es schön, wenn man in dem Gesetzentwurf die Juniorpartnerschaft in der Architektenkammer einführt. Das ist aus meiner Sicht ein sehr, sehr wichtiger Punkt, um jungen Menschen die Arbeit des Architekten und das, was man in der Hochschule oder der Universität nicht lernt, beizubringen. Ich konnte das ab dem Jahr 2011. Wir haben gemeinsam mit der Architektenkammer, mit Gerold Reker, dem damaligen Präsidenten, und mit Ihrem Haus, Frau Ahnen, die Baukultur Eifel gegründet. Es war immer wieder wichtig, junge Menschen an diese regionale Baukultur heranzuführen. Der Architektenkammer kommt also mehr zu, als nur den Nachwuchs auszubilden, damit man damit seinen Broterwerb hat, sondern sie bauen auch in den Dörfern und Städten und sind für das verantwortlich, was draußen steht. Nicht jeder Professor hat einen Sinn für die regionale Baukultur. Ich empfehle Ihnen, auf der Seite eifel-baukultur.de einmal zu schauen, was es dort alles gibt. Es geht auch um die Frage, was man durch Auslobungen und Wettbewerbe an Hochschulen durchführen kann und wie man den jungen Menschen zeigen kann, wie sich etwas Besseres im Wettbewerb herausfinden lässt. In diesem Sinne begleiten auch wir dieses Gesetz positiv und hoffen auf ein zügiges Ende der Debatte. (Beifall der FREIEN WÄHLER)
