Martin Brandl
Frau Präsidentin, vielen Dank. – Die Frage, Frau Staatssekretärin, die sich stellt – Kollege Barth hat vorhin den Brief der Erzieherinnen vorgelesen –, ist: Was antworten Sie genau diesen Erzieherinnen und Erziehern, (Abg. Sven Teuber, SPD: Wo ist der Bezug zur Rede?) die im Moment tatsächlich in einer verzweifelten Lage sind? Kollege Teuber, – – (Abg. Sven Teuber, SPD: Der Bezug zur Rede interessiert mich!) – Ja, genau das ist der Bezug zur Rede. Ich habe vorhin die Staatssekretärin angesprochen und gefragt, was sie an der Stelle auf genau diese Dinge antwortet. – – wenn man sieht, welchen Unterschied die Staatssekretärin gemacht hat und Sie in dem Duktus, dann fühle ich mich fast schon schlecht, Sie zu loben. Zunächst einmal zu sagen, jawohl, dieses Gesetz hat tatsächlich noch gewisse Schwächen, man muss gewisse Dinge nachbessern, die Situation ist nicht gut, da muss ich Sie tatsächlich loben. Das ist der erste Schritt zur Selbsterkenntnis und ein diametraler Unterschied zur Rede der Staatssekretärin, die wieder nur sagt, alles ist gut, alles ist super, und es gibt keine Probleme. (Beifall der CDU, bei den FREIEN WÄHLERN sowie des Abg. Michael Frisch, AfD) Eines ist doch klar, Sie haben gesagt, wir haben einen Fachkräftemangel, wir müssen diesen Fachkräftemangel bekämpfen. Ich glaube, das Schlechteste, was uns zum jetzigen Zeitpunkt passieren kann, ist, dass Erzieherinnen und Erzieher aufgrund der aktuellen Lage schlecht über ihren Beruf sprechen, aber genau das passiert im Moment, tagaus, tagein, tagaus, tagein. (Beifall der CDU und bei den FREIEN WÄHLERN) Frau Staatssekretärin, genau deshalb muss die Landesregierung Antworten finden auf diese Fragen der Erzieherinnen und Erzieher. Sie wollen ernst genommen werden, sie wollen Verständnis sehen, sie wollen nicht ein Schönreden haben, sondern sehen, dass die Landesregierung und auch die Fraktionen diese Probleme sehen. Der erste Schritt zur Besserung ist die Selbsterkenntnis, Herr Teuber. Das wünsche ich mir öfters von Ihnen. Wir prangern das weiter an und danken den Erzieherinnen und Erziehern, die sich organisiert haben in diesem Fachkräfteverband, um ihre Sicht der Dinge, ihre Ansichten nach außen in die Öffentlichkeit zu tragen. (Glocke der Präsidentin) Es ist absolut notwendig, diesen Menschen Gehör zu verschaffen. Zeigen Sie, Frau Brück, dass Sie dies auch hören und auf diese Menschen eingehen. Vielen Dank. (Beifall der CDU, bei den FREIEN WÄHLERN sowie des Abg. Michael Frisch, AfD)
