Martin Haller
Ah, jo! Alles klar! – Weitere Zurufe von der SPD: Oh!) Sie stellen fest, wir hätten eine Pandemie der Ungeimpften und leiten daraus ab, dass wir die Impfquote erhöhen müssen. Das kann man grundsätzlich so sehen. (Abg. Benedikt Oster, SPD: Dann tun Sie doch etwas dafür!) Ich bin auch der Auffassung, dass die Impfung tatsächlich einen wesentlichen Baustein der Pandemiebekämpfung darstellt, aber Sie werden diese Menschen, die bisher gezögert haben, nicht damit erreichen, indem Sie Druck aufbauen. (Zuruf der Abg. Giorgina Kazungu-Haß, SPD) Sie werden es auch nicht damit erreichen, dass Sie diese Menschen beschimpfen. (Beifall bei der AfD) Damit meine ich jetzt nicht Sie persönlich, sondern die gesamte Debatte, die wir in den letzten Wochen erlebt haben. (Abg. Hans Jürgen Noss, SPD: Och ja!) Menschen können Sie nur dann für eine solche Impfung gewinnen, wenn Sie Überzeugungsarbeit leisten. Herr Dr. Kusch, Sie haben das auch gesagt. Das fand ich ausgesprochen positiv. Es entspricht auch meinem freiheitlichen Staatsverständnis, dass wir Menschen mitnehmen müssen und nicht sie unter Druck setzen, eine Entscheidung zu treffen, der sie innerlich nicht zustimmen können. (Abg. Benedikt Oster, SPD: Merkwürdiges Verständnis!) Zum Zweiten: Professor Kekulé, ein renommierter Virologe, hat erst kürzlich in einem Podcast darauf hingewiesen, dass die Impfstoffe Johnson & Johnson und AstraZeneca nur eine Wirksamkeit von etwa zwei bis drei Monaten haben, BioNTech sechs bis maximal sieben Monate. (Zuruf von der SPD: Zwölf!) Das heißt, wir haben dann auch das Problem einer Pandemie der Geimpften; denn sie können erkranken, sie können das Virus weitergeben. (Zuruf der Abg. Giorgina Kazungu-Haß, SPD –
