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Hans Jürgen Noss

SPD 11.11.2021 Sitzungen 18/10

Vielen Dank. – Zunächst: Als damals die Konversion erforderlich wurde, waren die Menschen in der Region des Hahns regelrecht berauscht: berauscht von der Idee, dass dort ein Flugplatz entstehen könnte, der ihre Wirtschaft nach vorne bringen würde. Es war nicht nur die SPD, die jetzt dasteht. (Abg. Jutta Blatzheim-Roegler, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Es waren alle außer die Grünen!) Fragen Sie einmal die Landesregierung, wie viele Bürgermeister, Landräte, Firmen damals in Mainz aufgeschlagen sind und gebeten haben, dieses Projekt doch bitteschön zu unterstützen, weil es Chancen für die gesamte Region bietet. Das hat man dann gemacht. Infolgedessen ist der Hahn innerhalb kürzester Frist zu einem Erfolgsobjekt geworden. Wir waren, was das Flugpassagieraufkommen anbelangt, auf Platz 10 in ganz Deutschland, unter den kleinen Regionalflughäfen der beste. Wir waren auf Platz 4 bei der Fracht. Da waren wir also in der Bundesliga, wenn man das vergleichen würde, auf einer Spitzenposition. Daher war es bis dahin eine Geschichte, die nur nach oben ging. Dann aber kam der Einbruch – auch den haben wir zu vertreten –, ein Einbruch übrigens, der auch daher rührte, dass der Hahn-Taler abgelehnt wurde. Die SPD hat dagegengestimmt, die CDU hat sich in die Büsche geschlagen und enthalten. Das führte dazu, dass Fraport sagte, wir steigen aus. – Hätten wir es umgekehrt gemacht, wäre Ryanair ausgestiegen, was für uns damals ein ganz, ganz wichtiger Player war, weil er der einzige war, der dort flugaffine Bewegungen hatte. Daher sollte man das Ganze durchaus so sehen, wie es wirklich war. Im Übrigen, wenn ein Unternehmen innerhalb von zehn Jahren 500.000 Euro an Sponsorenmittel an einen kleinen Handballverein ausschüttet – der Vorsitzende des Fördervereins war damals ein Mitglied des Landtags –, dann hat das natürlich ein gewisses Geschmäckle. Das kann man, glaube ich, ruhig so sagen. Wer jetzt dem Flughafen Hahn den Abgesang macht, der muss wissen, dass direkt am Flughafen (Glocke des Präsidenten) ungefähr 450 Arbeitsplätze hängen. Die wären mit einem Schlag weg. Ob wir es schaffen würden, diese Arbeitsplätze wieder zu generieren, das halte ich schon für sehr unwahrscheinlich. (Beifall der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP)

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