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Markus Höner

CDU 15.10.2026 Sitzungen 18/133

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Frau Kahle-Hausmann, liebe SPD, ich sage Ihnen ganz ehrlich, wir sind dankbar für diese Große Anfrage, die Sie gestellt haben, nicht, weil wir diese Geschichtserzählung, die wir gerade gehört haben, weiter betreiben wollen, sondern weil wir die Chance nutzen wollen, uns einmal zu bedanken: beim Ministerium, bei den Verantwortlichen vor Ort, aber erst einmal ganz besonders bei der Ministerin persönlich, bei dem Landesbetrieb Wald und Holz, bei den Regionalforstämtern, bei der Vorsorge-Gesellschaft, bei der Jägerschaft, bei den Kreisen und natürlich bei den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort, weil die am meisten leisten. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN) Den Erstnachweis der ASP hat es am 14. Juni 2025 gegeben. Seit 16 Monaten bekämpfen wir dort die Seuche unter schwierigsten Voraussetzungen. In den Kreisen Olpe, Siegen-Wittgenstein und Hochsauerlandkreis haben wir eine ganz besondere Herausforderung. Das ist eine Mittelgebirgsregion; jeder, der schon mal vor Ort war, weiß, was das bedeutet. Das Wichtige ist aber – es hat nur ganze vier Tage gebraucht –: Bereits am 18. Juni 2025 hatten wir ein landesweites Monitoring aufgebaut. Wir müssen so ehrlich sein, zu sagen, dass am ersten Tag die Kadaversuche und der Zaunbau losgegangen sind. Es brauchte keine Ausschreibung, es brauchte keine Verhandlungen, und es brauchte keinen Personalaufbau, weil die Vorsorgestrukturen bereits geschaffen waren, weil wir vorher schon klug geplant hatten, weil das Ministerium vorher schon klug geplant hatte. Rahmenverträge mit der Wildtierseuchen-Vorsorge-Gesellschaft waren geschlossen. Die Einsatzzentrale, Zaunbau und Zaunkontrolle waren geregelt. Die Kadaverbeprobung und die Begehung waren sofort verfügbar. Drohnen waren von Beginn an vor Ort. Das zeichnet doch eine Krisenprävention aus. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN) Wir haben in den drei Kreisen Veterinärämter, die wirklich am Anschlag arbeiten. Man kann sagen, dass wir dort einen Ausnahmezustand haben, der Landtag zur täglichen Arbeit hinzukommt, und dafür gilt unser großes Dankeschön. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN) Wir haben 24 Kadaversuchhundeteams; wir haben sechs weitere in Ausbildung. Es ist Unterstützung aus Rheinland-Pfalz mit acht bis zehn Gespannen da. Aus Bayern ist eine Truppe da, die unterstützt. Pro Suchtag werden vier Hundeteams plus vier bis sechs Helfer eingesetzt. Es sind über 632 km2 mit Drohnen und Suchhundeteams abgesucht worden. 103 Personen sind mit der Fallenjagd beschäftigt und dort im Grunde weiter ausgebildet worden, darunter 27 weitere Revierjäger. Über 733 km Festzaun wurden gebaut. 52 Fallen und 130 Wildkameras sind im Einsatz. An dieser Stelle sagen Sie, dass wir diese Krise nicht in der Hand gehabt hätten, dass die Ministerin es nicht in der Hand hätte? Ich meine, das zeigt doch, wie gut wir hier aufgestellt sind. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN – Zu- ruf von der CDU: So ist es!) Aber es geht weiter. Mehr als 71.000 untersuchte Tiere waren es im ASP-Monitoring NRW-weit. 71.000! Davon gab es alleine 22.423 negative Befunde in diesen drei betroffenen Kreisen. So könnten wir jetzt weitermachen; es gibt noch ganz viele gute Argumente. Dies zeigt einfach, dass NRW an dieser Stelle funktioniert und liefert. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN) Das eine ist NRW; ich habe es gerade gesagt. Gleichwohl haben wir natürlich auch unsere Jägerinnen und Jäger, und hier alleine ein Plus von 40 % an der Vorjahresstrecke. Nur so geht es, denn wird das Schwein in diesen Krisenregionen nicht geschossen, dann haben wir keine Lösung. Ehrlich gesagt bin ich auch ein Stück weit stolz darauf, dass wir mit dem Kollegen Jochen Ritter die Initiativen aus dem Kreis mit aufgenommen haben und die Abschussprämie erhöht wurde. Wir sind auch sehr dankbar, dass das Ganze im Haus umgesetzt worden ist. Denn nur so kann es funktionieren, nur so können wir dieses Gebiet ASP-frei bekommen. (Beifall von der CDU) Dann haben wir jetzt gerade wieder die Mär gehört, dass die Drohnenbefliegung zu spät losgegangen sei. Wir müssen doch einmal so ehrlich sein und fragen: Wo bewegen wir uns da? Wir bewegen uns in einem undurchsichtigen Gelände. Es geht um Wald, Regen, Schnee, Sturm, schlechte Sichtverhältnisse. Sie markern aber an, dass die Befliegung nicht früh genug stattgefunden habe. Ich frage mich: Was bringt die Befliegung, die Kartierung? Es ist sicherlich wichtig zu wissen, wie viele Tiere dort noch sind. 15.10.2026 (Julia Kahle-Hausmann [SPD]: Ah!) Das hilft uns aber nichts. Letztendlich zählt nur jedes Tier, das dort weg ist. Das ist im Moment viel wichtiger, als die Kartierung zu haben. (Beifall von der CDU) Lassen Sie mich abschließend sagen: Ich bin dem MLV mit der Ministerin an der Spitze sehr dankbar dafür, dass es den Kampf so konsequent angegangen ist. Ich bin auch sehr froh, dass wir vom Zaunbauer vor Ort über die Kreise bis hin zum Ministerium so viele fähige Menschen haben, die diese Krise letztendlich mit uns bewerkstelligen. Bevor ich zum Schluss komme: Mein letzter Dank gilt den Jägerinnen und den Jägern. Denn sie leisten im Moment (Julia Kahle-Hausmann [SPD]: Das war ge- doppelt!) die größte Aufgabe vor Ort. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)

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