Thorsten Klute
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich stimme ja nicht immer Herrn Minister Laumann in allen Sachen zu. Klar würde ich mir auch wünschen, dass wir mehr Geld für die Umsetzung der Krankenhausplanung hätten usw. Klar gibt es da Differenzen. Man kann Herrn Laumann vieles im politischen Alltag vorwerfen, aber hier zu behaupten, Minister Laumann sei für Gewalt in Krankenhäusern verantwortlich, (Christian Loose [AfD]: Das haben Sie nicht abgestritten!) ist so abseits der Spur. (Beifall von der CDU, der SPD, den GRÜNEN und der FDP) Herr Loose, Sie sind Parlamentarischer Geschäftsführer Ihrer Fraktion. Ich schäme mich dafür. Ich schäme mich fremd, so etwas von Ihnen hören zu müssen. (Beifall von der CDU, der SPD und den GRÜNEN) Jetzt wollen wir doch mal schauen, was im Wahlprogramm der AfD von Sachsen-Anhalt steht, wenn es um Gewalt und um Personal in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen geht. Sie spricht von sogenannten kulturfremden Arbeitern und erwähnt ausdrücklich die Bereiche „Medizin“ und „Pflege“, in denen sie keine, wie sie sagt, „kulturfremden“ – was auch immer das sein soll – Arbeiter mehr haben will. Wissen Sie, was es bedeuten würde, wenn das in Deutschland, in Nordrhein-Westfalen Politik würde, wenn es kein Personal, das in den letzten Jahren aus dem Ausland zu uns gekommen ist, in unseren Krankenhäusern, in unseren Pflegeeinrichtungen mehr gäbe? Hier würde alles zusammenbrechen, Herr Loose. Alles! (Beifall von der SPD, der CDU, den GRÜNEN und der FDP) Sie sind die größte Gefahr für das Gesundheitswesen in unserem Land, für Menschen in Pflegeeinrichtungen, für Menschen, die Hilfe in Krankenhäusern brauchen, für psychisch Kranke, für den ambulanten Dienst. (Fortgesetzt Beifall von der SPD, der CDU, den GRÜNEN und der FDP) Ohne sie, ohne diese Menschen würde nichts funktionieren. Sie hingegen sind die Gefahr für die Menschen, die Hilfe brauchen. – Herzlichen Dank. (Beifall von der SPD, der CDU, den GRÜNEN und der FDP) 18.09.2026
