Marco Schmitz
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Hitze ist längst mehr als Wetter, und sie war in diesem Sommer leider auch eine Frage von Leben und Tod. Im Sommer 2026 haben Menschen in Folge extremer Hitze leider ihr Leben verloren. Hinter jedem dieser Todesfälle steht ein Mensch, eine Kollegin, ein Kollege, ein Nachbar, ein Freund, ein Familienmitglied. Für die Angehörigen ist diese Zahl keine Statistik, sondern ein schmerzlicher und endgültiger Verlust. Ihnen gilt unsere aufrichtige Anteilnahme. Wir können das Geschehene nicht rückgängig machen, sind es den Verstorbenen und vor allem auch den Angehörigen aber schuldig, genau hinzusehen, aus diesem Sommer zu lernen und besonders gefährdete Menschen künftig auch besser zu schützen. Diese Todesfälle dürfen weder kleingeredet noch für parteipolitische Auseinandersetzungen benutzt werden, denn sie sind für uns alle eine Mahnung zum Handeln. Solche Hitzeperioden werden wiederkommen. Wir können sie nicht wegdiskutieren, aber wir können ihnen mit wirksamen Klimaanpassungsmaßnahmen begegnen. Der Antrag der SPD trägt den Titel „Zu wenig, zu spät, zu unverbindlich […]“. Er verbindet den Hitzeschutz mit dem Schutz der Beschäftigten vor Gewalt. 18.09.2026 Liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPD, das sind extrem wichtige Themen. Zu beiden haben wir hier im Hause auch schon gesprochen, aber, ich meine, sie gehören nicht zusammen. Denn beim Hitzeschutz geht es um Gebäude, Klimaanpassung und Gesundheitsvorsorge, beim Gewaltschutz geht es um Prävention, Sicherheit, Meldesysteme und Strafverfolgung. Natürlich geht es in beiden Fällen um Beschäftigte, um Menschen, aber es sind zwei ernste Probleme. Diese in ein Papier zu packen, macht daraus noch kein gemeinsames Konzept.
