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Christof Rasche

17.09.2026 Sitzungen 18/130

Für die Landesregierung hat nun Minister Karl-Josef Laumann das Wort. Bitte sehr. Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales: Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich glaube, dass wir uns in vielen Punkten sehr einig sind: Erstens gehört zu einer guten Arbeitsvermittlung auch eine gute Beratung und zweitens kann der Bürger in der heutigen 17.09.2026 Zeit erwarten, dass mithilfe der Digitalisierung eine hybride Beratung stattfindet. Wir können sehr dankbar dafür sein, dass die Agentur in Ahlen diese Beratung entwickelt und erprobt hat. Die Pressemitteilung dazu ist jetzt ein Jahr alt. Die Landesregierung kann der Bundesagentur für Arbeit keine Anordnungen erteilen. Die Bundesagentur für Arbeit ist eine bundesunmittelbare Behörde. Bei uns besteht aber sehr wohl die Möglichkeit, es stärker in die Arbeit der kommunalen Jobcenter zu bringen. Ich sage Ihnen hiermit zu, dass wir dafür sorgen werden, dass zumindest die kommunalen Jobcenter das Angebot der hybriden Beratung schnellstmöglich einführen werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch: Ich werde im nächsten Ausbildungskonsens vorschlagen, die hybride Beratung – vielleicht in abgewandelter Form – stärker in den Agenturen beim Übergang von der Schule in den Beruf zu nutzen. Wir brauchen sie für diejenigen, die sich sehr schwertun, einen Ausbildungsplatz zu finden. Es ist aber klug, es erst im Ausbildungskonsens besprechen, weil ich sehr viel davon halte, es mit den Akteuren aus den Kammern, aus dem Handwerk und aus der Wirtschaft zu besprechen. Es müssen ja nicht in erster Linie die Bundesagenturen machen, sondern hier kann die Zusammenarbeit mit den sogenannten Jugendberufsagenturen verstärkt werden, einer Institution, die auch mit den Jugendämtern zusammenarbeitet. So sollten wir relativ schnell auch da vermehrt zu hybriden Vermittlungen und Beratungen kommen. Es müssen ja nicht immer alle in einem Gebäude sitzen. Durch die Digitalisierung kann man etwas weiträumiger denken. Dass hier im Landtag darüber diskutiert wird, ist, finde ich, eine Anerkennung für das, was die Menschen in Ahlen entwickelt haben. Auch Behörden leben von Innovationen, die an einer Stelle entwickelt und dann in die Breite getragen werden. Das wird die Landesregierung gerne unterstützen. Deswegen finde ich die Debatte heute richtig. Der Antrag ist ein Impuls für die Verwaltungen in Nordrhein-Westfalen, auch für die Landesverwaltung. – Schönen Dank für den Antrag. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)

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