Christof Rasche
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Botschaft, die heute in 15.07.2026 die breite Welt gesendet werden soll, ist klar: Ja, Nordrhein-Westfalen, dieser Landtag – der Ministerpräsident selbst wird es sicherlich gleich auch klarmachen – wollen Olympische Spiele und Paralympische Spiele KölnRheinRuhr. Es ist wichtig, dass wir diese Botschaft heute gemeinsam nach draußen senden. Ich möchte kurz auf acht Punkte eingehen. Erstens. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006, bei der Europameisterschaft 2024, bei anderen Sportgroßereignissen haben wir immer wieder bewiesen, dass wir hervorragende Gastgeber sind. Die Gäste, die unser Land besucht haben, waren von Nordrhein-Westfalen und von seinen Menschen begeistert. Zweitens. Es gibt eine breite Unterstützung von 66 % der Bevölkerung. Das ist wichtig. In Bayern haben wir das bei der Bewerbung um die Olympischen Winterspielen schon mal umgekehrt erlebt. Wir aber hatten den Mut, alle teilnehmenden Städte und Kommunen zu befragen. In Bayern fehlten dieser Mut und diese Klarheit. Drittens. Sportstätten. Wir haben Sportstätten, die seinesgleichen suchen. Die Athleten sowie die Sportverbände sind von diesen Sportstätten begeistert. Viertens. Zuschauerkapazitäten haben wir in einer Größenordnung, die einmalig bei Olympischen Spielen auf der ganzen Welt ist. Ein Beispiel ist das Schwimmen. Ab Ende August werden wir in der Fußball-Bundesliga erleben, dass die Gastmannschaften auf Schalke baden gehen. Bei Olympischen Spielen werden wir erleben, dass dort Leistungssport im Schwimmen vor 60.000 Zuschauern funktioniert. Egal, ob dort geschwommen wird oder der FC Schalke Fußball spielt, die Begeisterung wird in der VELTINS-Arena groß sein. Fünftens. Die Konzeption für die Olympischen Spiele ist wirklich gewaltig gut. Das Olympische Dorf und seine Nachnutzung begeistern die gesamte Bevölkerung und alle Menschen, die sich mit Sport und Städteplanung befassen. Nachhaltig ist diese Olympiabewerbung wie keine zuvor und ebenso seriös. Sechstens. Es wird ein Schub für den gesamten Sport – für den Leistungssport, für den Breitensport und ebenso für den Schulsport – ausgelöst. Das haben wir in London, in Paris und woanders erlebt. Siebtens. Es werden dadurch immer wieder und auch bei uns Investitionen für die Infrastruktur und insbesondere für die Verkehrsinfrastruktur ausgelöst. Davon werden wir nicht nur während der Olympischen Spiele, sondern auf Dauer profitieren. Achtens. Diese Bewerbung und der Antrag, den wir heute beschließen, sind ein Bekenntnis zum Leistungsprinzip – übrigens nicht nur im Sport, sondern auch in den Bereichen Arbeit und Schule. (Beifall von der FDP) Landtag Ich komme zum Schluss, meine Kolleginnen und Kollegen. Die Botschaft ist klar: Nordrhein-Westfalen, der Landtag und die Landesregierung wollen die Olympischen und Paralympischen Spiele KölnRhein-Ruhr. – Vielen Dank. (Beifall von der FDP und den GRÜNEN – Ver- einzelt Beifall von der CDU)
