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Yvonne Gebauer

FDP 18.06.2026 Sitzungen 18/125

Frau Präsidentin! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Wenn man den AfD-Antrag liest, könnte man meinen, hier hätten sich über Nacht neue Mitstreiter für den Naturschutz gefunden. Während die AfD sonst keine Gelegenheit auslässt, um zentrale Instrumente des Umwelt- und Klimaschutzes abzulehnen und wissenschaftliche Erkenntnisse zum menschengemachten Klimawandel zu negieren, schwingt sie sich nun zum Anwalt des Naturschutzes auf. Ich würde sagen: ein durchschaubares Täuschungsmanöver. (Beifall von der FDP, der CDU, der SPD und den GRÜNEN) Es ist richtig: Jedes Museum, das schließt, hinterlässt eine Lücke in unserer Kulturlandschaft. Es ist bedauerlich, dass das Deutsche Museum für Naturschutzgeschichte auf Schloss Drachenburg aus wirtschaftlichen Gründen schließen musste. Dass dieser Schritt aber bereits vor mehr als drei Jahren, wir hier schon mehrfach gesagt, vollzogen wurde, die AfD aber erst jetzt mit ihrem Antrag um die Ecke kommt, zeigt, dass hier ein Skandal konstruiert werden soll, der in Wirklichkeit keiner ist. (Dr. Günther Bergmann [CDU]: So ist es!) Wer die komplexe Geschichte des Naturschutzes zudem auf ein rückwärtsgewandtes Identitätsnarrativ reduziert, der verkennt die kulturelle und bildungspolitische Dimension dieses Museums. Als Kulturpolitikerin möchte ich zudem betonen, dass Museen Orte der kritischen Auseinandersetzung mit Geschichte sind, die kulturelle Teilhabe ermöglichen, unterschiedliche Perspektiven eröffnen und zum Nachdenken anregen sollen. (Beifall von der FDP) Der vorliegende Antrag reduziert all das auf den Aspekt „Heimat“. Das Deutsche Museum für Naturschutzgeschichte verdient jede Unterstützung – aber nicht von einer AfD, die das Schicksal des Hauses missbraucht, um es als Bestätigung ihrer identitätspolitischen Agenda zu interpretieren. (Beifall von der FDP, der CDU, der SPD und den GRÜNEN) Meine Damen und Herren, deshalb kann und deshalb muss man den vorliegenden Antrag ablehnen. – Ich danke Ihnen. (Beifall von der FDP, der CDU, der SPD und den GRÜNEN)

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