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Rainer Schmeltzer

07.05.2026 Sitzungen 18/122

Wir verstehen uns, wie immer. Karl-Josef Laumann*), Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales: Der zweite Punkt ist folgender: Mein Ministerium kann für sich in Anspruch nehmen kann, dass wir in den Bereichen, in denen wir etwas machen können, Erhebliches getan haben. Wenn wir das einzige Bundesland in Deutschland sind, das es hingekriegt hat, zu den Bedarfsausweisungen zusätzliche Psychotherapeutenplätze in Nordrhein-Westfalen zu installieren, dann haben wir unsere Möglichkeiten hier in vollem Umfang ausgeschöpft. Ich will Ihnen eines ganz klar sagen: Wir überprüfen immer weiter, dass wir die Versorgung in Gebieten, wo sie nach den Kriterien, die nun mal gelten, bei unter 120 % liegt, weiter ausbauen. Aber wir brauchen auch dafür natürlich immer die Mehrheit und die Zustimmung in den dafür zuständigen Ausschüssen. Wir müssen über einen weiteren Punkt diskutieren, mit dem ich mich zurzeit sehr beschäftige, und das ist die Weiterbildung der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. Der Bundesgesetzgeber hat 2019/2020 eine Reform der Psychotherapeutenausbildung verabschiedet. Dies bedeutet im Grunde genommen, dass jetzt die ersten Leute fertig werden, etwa 200 pro Jahr über die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen, sie jedoch kaum einen Platz in der fünfjährigen Fachausbildung finden, um diesen Beruf in der Praxis ausüben zu können. Hier gibt es zwar Andeutungen in den Koalitionsverträgen und die Bundesregierung schreibt in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen, die noch gar nicht so alt ist – zwei, drei Wochen –: Na ja, aber dadurch, dass sie in der Weiterbildung in den Praxen arbeiten, sie so viele Stunden machen, womit man auch deren Gehälter zahlen kann, sehen sie keine Landtag Veranlassung, zusätzliches Geld zur Verfügung zu stellen. Auf der anderen Seite finden diese Leute, die ein Grundstudium in der Psychotherapie gemacht haben, zurzeit in Nordrhein-Westfalen und in ganz Deutschland keine Plätze für die Fachausbildung. Das muss man sich mal vorstellen: Wir Länder finanzieren die Hochschulausbildung, die Leute machen das, dann ist die Hochschulausbildung zu Ende und sie sind Ärzte, kommen aber nicht in die Fachweiterbildung. Es gibt nämlich zurzeit keine Stellen, in die sie übernommen werden, weil es an der Finanzierung fehlt. Ich meine, dass dieses Thema in den nächsten Wochen zusammen mit den Kassenärztlichen Vereinigungen aufgearbeitet werden muss. Da sehe ich aber ein weiteres, wirklich dickes Problem, nämlich dass die jungen Leute auch in Zukunft überhaupt eine Chance haben, in die Selbstständigkeit und in die Praxisausübung zu kommen. Es ist also wahr: Bei diesem Thema sind die Probleme groß, und es ist noch vieles zu lösen. – Leider liegt aber nicht alles in der Kompetenz des Landes. Dann wäre es nämlich schon längst gelöst. – Schönen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN – La- chen von der SPD – Thorsten Klute [SPD]: Das war aber eine ganz steile These, Herr Laumann!

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