Thorsten Klute
Ich denke auch an Sie vom Sitzungsdokumentarischen Dienst. Wir von der SPD denken an die arbeitende Bevölkerung, (Beifall von der SPD – Lachen von der AfD) während andere darüber nur lachen. Das ist typisch. (Zuruf von Andreas Keith [AfD]) Es ist nämlich ein Unterschied, ob Sie wirklich an die arbeitende Bevölkerung denken oder ob Sie lachen, wenn es um deren Interessen geht. (Beifall von der SPD und den GRÜNEN – Christian Loose [AfD]: Sie haben schon lange kein Herz für die Malocher mehr!) Jetzt kommen wir nach den Ausfallerscheinungen von der AfD zur Sache zurück. Es geht um die Gesundheit der Menschen in diesem Land, in Nordrhein-Westfalen, und um die Fragen, die wir hier im Landtag selber regeln können, und zwar ohne irgendwelche Anträge, wie Sie es ja morgen auch wieder machen, die nur als Schaufenster in die Bundespolitik gestellt werden, obwohl wir gar nicht zuständig sind. Es geht in unserem Antrag, den wir Ihnen heute anbieten, um Ergebnisse, Ergebnisverbesserungen hier in Nordrhein-Westfalen für die Gesundheit der Menschen. Denn wenn wir mal ehrlich sind: Niemand von uns kann doch damit zufrieden sein, dass Westfalen-Lippe zum Beispiel bei der Hausärzteversorgung bundesweit abgeschlagen auf dem letzten Platz und der Nordrhein auch nur im grauen Mittelfeld liegt. Liebe Leute, wir alle, die wir hier sind, müssen doch ein Interesse daran haben, dass wir auch in der Gesundheitspolitik endlich wieder an die Spitze Deutschlands kommen. Das ist Nordrhein-Westfalens Anspruch. (Beifall von der SPD) Egal, ob wir nun in der Regierung oder derzeit in der Opposition sind, dafür lassen Sie uns gemeinsam streiten. Deshalb schlagen wir Ihnen in unserem Antrag heute vor, die Gesundheitsversorgung konsequent quartiersbezogen auszurichten, barrierefreies Wohnen als Teil der Gesundheitsversorgung zu stärken, Einsamkeit als Gesundheitsrisiko konsequent zu bekämpfen, die haus- und fachärztliche Versorgung zu sichern und zu stärken, Förderprogramme für medizinische Versorgungszentren in unterversorgten Regionen neu aufzustellen und die Kommunen und Gemeinnützige dabei zu stärken. Gerade zu diesem Punkt, Herr Minister Laumann, interessiert uns gleich auch sehr zu erfahren, welche Lehren Sie aus dem Rechtsgutachten gezogen 06.05.2026 haben, das ich Ihnen in der letzten Plenarwoche übergeben hatte. Damit hätten Sie doch richtig gut arbeiten können, damit das mit der Gesundheitsversorgung hier besser wird. Wir hatten Ihnen mit dem Gutachten empfohlen, die Förderbedingungen zu verbessern und zu verändern. Wir machen in unserem Antrag auch Vorschläge, die Apotheken im Land zu sichern und die gesundheitliche Prävention, auf die es in Zukunft noch viel mehr als bisher ankommen muss, im Quartier auszubauen. Zu all diesen Punkten machen wir in unserem Antrag ganz konkrete Einzelvorschläge. Die liegen Ihnen alle vor. Darüber werden wir im Ausschuss ganz sicher noch detaillierter sprechen. Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich freue mich, intensiv im Ausschuss in dieses Thema einzusteigen und auf die weitere Debatte. – Herzlichen Dank. (Beifall von der SPD)
