Yvonne Gebauer
Auch das sei gesagt: Leihmutterschaften sind nicht per se ein schlechter Start für das Kind, sind nicht per se Kindeswohlgefährdung, gar generell immer ein kommerzielles Kinderbekommen oder, wie gerade gesagt worden ist, ein Geschäft. Die Leihmutterschaft kann unter explizitem Ausschluss von kommerziellen Leihmutterschaften bei Ausgestaltung eines klaren Rechtsrahmens eine Möglichkeit im Rahmen eines sich permanent weiterentwickelnden Fortpflanzungsmedizingesetzes sein. (Beifall von der FDP) Auch das sei gesagt: Zu einer modernen Reproduktionsmedizin zählt für uns Freie Demokraten auch die Legalisierung der Eizellspende. (Beifall von der FDP) Ich möchte gerne die Gelegenheit nutzen und zum Schluss meiner Rede noch einmal auf eine Initiative der FDP-Fraktion verweisen. Bereits im September 2024 haben wir einen Antrag eingebracht, der sich mit der Unterstützung für ungewollt kinderlose Paare in Nordrhein-Westfalen beschäftigt hat. Im Januar des vergangenen Jahres gab es dazu eine sehr aufschlussreiche Anhörung. Ich hoffe sehr, dass wir die Auswertung dieser Anhörung in den Beratungen des vorliegenden Antrags im Ausschuss berücksichtigen werden. Ich hoffe und wünsche mir, dass sich besonders die AfD ganz im Gegensatz zu ihren heutigen Ausführungen und den Ausführungen im Antrag des Themas „Leihmutterschaft“ sachlich, fachlich und ideologiefrei annimmt und sich einer würdigen Sprache, einer würdigen Wortwahl bedient. – Herzlichen Dank. (Beifall von der FDP – Thorsten Klute [SPD]: Woher nehmen Sie denn diese Hoffnung?) – Die Hoffnung stirbt zuletzt, Herr Kollege.
