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Ina Brandes

19.03.2026 Sitzungen 18/119

Um es direkt vorwegzunehmen: Die Landesregierung begrüßt den Antrag der regierungstragenden Fraktionen, das kulturelle Leben im ländlichen Raum in Form von Kultur-Schecks niedrigschwellig und unbürokratisch zu fördern. Dieser Antrag ist ein wichtiges Signal, denn mit den Kultur-Schecks schließen wir ganz gezielt eine aktuelle Lücke in der kulturellen Förderlandschaft. Gerade außerhalb der großen Städte und Ballungsräume ist Kultur ein noch wichtigerer Bestandteil der Lebensqualität. Viele Veranstaltungen entstehen dort durch das Engagement von Vereinen, Initiativen und Ehrenamtlichen – vom Konzert im örtlichen Dorfsaal über Lesungen bis hin zu kleinen Festivals. Mit den Kultur-Schecks wollen wir genau dieses Engagement unterstützen. Ziel ist eine einfache, unbürokratische und digitale Förderung kleiner Kulturprojekte. Denn häufig scheitern gute Ideen nicht am Geld, sondern an komplizierten Verfahren oder langen Vorlaufzeiten. Genau hier setzen die Kultur-Schecks an. Aber sie haben noch einen weiteren Vorteil: Für relativ wenig Geld entfalten sie große Wirkung. So können beispielsweise Konzerte, Theateraufführungen, Lesungen, Tanzprojekte, Filmvorführungen oder kleinere Festivals künftig mit Kultur-Schecks gefördert werden. Entscheidend für mich ist, dass die Veranstaltungen öffentlich zugänglich sind, Menschen zusammenbringen und einen kulturellen Mehrwert für die Region schaffen. Ich begrüße ausdrücklich, dass die Kultur-Schecks bewusst niedrigschwellig sein sollen. Unser gemeinsames Ziel ist weniger Bürokratie, nicht mehr. Der Aufwand für die Antragstellenden soll daher möglichst geringgehalten werden. Ihr Engagement soll der konkreten Veranstaltung und den Menschen gelten, nicht dem Ausfüllen von Formularen. Einen besonderen Schwerpunkt werden wir bei den Kultur-Schecks auf Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie auf generationenübergreifende Projekte legen. Die Kultur-Schecks können, so der Auftrag der regierungstragenden Fraktionen, vor allem dort wirken, wo kulturelle Angebote besonders fast ausschließlich vom ehrenamtlichen Engagement abhängen – im ländlichen Raum. 19.03.2026 Damit setzen wir ein klares Signal der Wertschätzung für diejenigen, die Kultur vor Ort möglich machen. Zugleich werden wichtige gesellschaftliche Ziele unterstützt: Begegnung, Teilhabe, der Kampf gegen Einsamkeit und Zusammenhalt. Daher ist es aus meiner Sicht richtig, die Kultur-Schecks bei ihrer Einführung zunächst auf den ländlichen Raum zu konzentrieren. Auf Grundlage der Erfahrungen können wir anschließend prüfen, ob das Programm perspektivisch auf ganz Nordrhein-Westfalen ausgeweitet werden kann. Unser Ziel ist klar: Kulturelles Engagement stärken, bürokratische Hürden abbauen und Kultur dort unterstützen, wo sie Menschen zusammenbringt – direkt vor Ort. Ich danke den regierungstragenden Fraktionen für diesen klugen und guten Antrag und wünsche mir eine breite Unterstützung von allen demokratischen Fraktionen.

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