Thomas Okos
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Draußen könnte das Wetter nicht besser sein. Die Sonne scheint; blauer Himmel. Wir reden über Tourismus. Tourismus verbinden viele mit Reisen, mit Urlaub, mit Genießen. Nordrhein-Westfalen ist auch ein Tourismusland. Nicht zuletzt die Römer sind hierhin gekommen. Sie wussten, wie fleißig die Menschen sind und wie schön unsere Landschaft ist. Das prägt bis heute unser Land – nicht nur in seiner Schönheit, sondern auch als starken Wirtschaftsstandort. Immerhin 650.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen sind direkt oder indirekt in der Tourismusbranche tätig. Sie schaffen ein Konsumvolumen von 50 Milliarden Euro im Jahr. Das entspricht etwa 5 % unserer Wirtschaftskraft in Nordrhein-Westfalen. Ihnen gebühren unser Dank und unsere Anerkennung, dass sie das tagtäglich für uns leisten. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN) Dieser Fleiß führt zu Rekordzahlen. 25 Millionen Gäste kamen letztes Jahr nach Nordrhein-Westfalen; 55 Millionen Übernachtungen. Das heißt: Wir haben Rekordzahlen und Steigerungen – trotz großer Herausforderungen wie der Pandemie mit ihren Folgen, steigenden Energiekosten, steigenden Personalkosten oder auch Unklarheiten, die wir lange in der Gastronomie hatten. Klar ist in Nordrhein-Westfalen: Wir haben große touristische Ziele mit Strahlkraft wie den Kölner Dom, den man schon aus der Ferne sieht, und die Zeche Zollverein. Aber was ist eigentlich der USP in Nordrhein-Westfalen? Das ist die Vielfalt. Man kann hier Ski fahren, man kann Bob fahren, man kann tauchen, man kann schwimmen. Es gibt Events und Großereignisse, ein tolles gastronomisches Angebot, Kultur und Museen. All das zieht die Menschen an. Jeder hat sicherlich Highlights in seinem Wahlkreis. Bei mir sind das Schlösser und Burgen, ein Freizeitpark, tolle Rad- und Fernwege und auch die Rekultivierung. Ich erinnere mich an gestern zurück, als wir mit dem Spatenstich für die Rheinwassertransportleitung wieder ein Projekt auf den Weg gebracht haben, das erst in vielen Jahrzehnten sichtbar wird und den Tourismus steigern wird. Das zeigt doch eines: dass Nordrhein-Westfalen immer wieder zur Transformation bereit ist und sich immer wieder neu gestaltet. Was können wir tun? Wir können mit unserem Antrag unterstützen. Das tun wir heute. Wir wollen das auf drei Wegen tun. Landtag Zum einen sind das Bürokratieabbau und Verfahrensbeschleunigungen. Zum anderen geht es darum, die Nachhaltigkeit zu stärken. Das wird der Kollege Zimmermann gleich noch einmal schärfen. Ich will auf einen dritten Punkt hinaus: die Digitalisierung. Wenn wir eine Vielfalt an touristischen Angeboten und Attraktionen haben, dann müssen wir das stärker vernetzen; denn wir stellen fest, dass die Menschen unterschiedlich lange bei uns bleiben. Wir müssen vor allem, wenn es in den ländlicheren Raum geht, auch die Attraktionen hervorheben, die für die Menschen spannend sind. Das kann uns gelingen, wenn wir die Daten sammeln und sie frei zur Verfügung stellen, also ein Netz an Daten über ein Netz an touristischem Angebot erstellen. Das wollen wir tun. NRWow! bildet bereits ein solches Netz mit 80.000 Daten. Damit kann man individuell eine Reise planen. Das kann zukünftig beispielsweise auch Appbasiert sein. Wichtig ist, dass wir ein individuelles Angebot schaffen. Und das schaffen wir gut mit Daten in unserem Land. Ich lade Sie ein, diesen Tourismus, den wir haben, der stark ist und für den viele Menschen fleißig an die Arbeit gehen – gleich, wie das Wetter ist –, weiterhin zu stärken, unserem Antrag zu folgen und somit ein gutes Signal an alle Tourismusschaffenden in unserem Land zu senden. – Vielen Dank. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)
