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Dr. Hartmut Beucker

AfD 30.01.2026 Sitzungen 18/117

Sehr geehrter Herr Präsident! Verehrte Damen, geehrte Herren! Vor einiger Zeit war ich mit meiner alten Klasse noch einmal in unserer Schule. Beeindruckend, was man uns als Unterstützung für die Schüler so alles vorführte! Nur: Hinter vorgehaltener Hand gaben uns altgediente Lehrkräfte zu verstehen, das Niveau sei problematisch; die bildungspolitische Lage Nordrhein-Westfalens sei sehr schwierig. Das beschreibt die Antragstellerin im Einleitungsteil sogar selbst. Demzufolge verursachen Inklusion, Zuwanderung und emotional-soziale Belastungen Ausnahmezustände in vielen Bereichen. Immer weniger würden Lehramtsstudenten die Kluft zwischen Schulrealität und universitärer Ausbildung hinnehmen. Und ja, auch die AfD-Fraktion bekommt eine derartige Diskrepanz von Betroffenen zurückgespiegelt. Doch das hier beklagte Abrücken von realitätsnahen Studieninhalten ist nicht etwa ein organisch gewachsenes Phänomen. Es handelt sich vielmehr um eine bewusst herbeigeführte Zustandsveränderung aufgrund politischer Einflussnahme, katastrophaler sozial- und migrationspolitischer Entscheidungen sowie des Versuchs, Schule an jene Synthesen anzupassen. Doch lässt sich diese Entwicklung nicht etwa auf irgendwen zurückführen. Es ist ja die antragstellende Fraktion selbst, die über etliche Jahre hieran mitgewirkt hat. Sie haben eine Schulrealität geschaffen, auf die man faktisch nicht mehr zuverlässig vorbereiten kann. Dabei schaffen Sie es nicht einmal, konkret zu definieren, wie sich denn die veränderte Praxis des Unterrichts nun gestaltet. Sie umschreiben nur und trauen sich nicht, es auszusprechen. Lassen Sie es mich stattdessen kurz erläutern. 30.01.2026 Politische Einflussnahme ist an Schulen zum Alltag geworden. Schüler mit mangelhaften Deutschkenntnissen stellen mancherorts die absolute Mehrheit. Gewalt gegen Lehrer und Mitschüler ist keine Seltenheit mehr. Nordrhein-Westfalens Lehrer bessern oftmals nur noch Mangellagen aus, anstatt ernsthaft zu unterrichten. Die Frustration über derartige Missstände steigt mit jeder statistischen Erhebung an. Diese Praxisrealität ist es, die etliche unserer Bildungsexperten oder angehenden Bildungsexperten zum Ausstieg nötigt oder sich in die Teilzeit zurückziehen lässt. Studenten nun vermehrt mit Praxiserfahrung auszustatten – mit jener furchtbaren Praxis –, wird an diesen Zuständen wenig ändern. Vielmehr bleibt die Abschreckung, welche Sie im Antrag umschreiben, weiterhin ein Faktor. Mehr Praktika und längere Praxisphasen werden da keine Abhilfe schaffen – womöglich im Gegenteil. Entscheidend wäre ein Richtungswechsel in den Grundsatzfragen. Sonst bleibt es beim täglich erneuten Scheitern der bedingungslosen Inklusion, und Ihre sogenannte Integration schreibt ohne deutsche Sprachkenntnis die Wirkungslosigkeit fort. Derweil verschärft die Landesregierung die Kriterien für Praxisphasen und den Vorbereitungsdienst noch weiter. Wir haben es am Mittwoch bereits gehört: Wer politisch unzuverlässig ist, darf gar nicht erst Praxiserfahrung an Schulen sammeln und somit auch nicht Lehrer werden. (Zuruf von Gönül Eğlence [GRÜNE]) Wer Schulen zu Politbüros machen will und dabei die Realität leugnet, darf sich über rückläufige Attraktivität nicht wundern. (Gönül Eğlence [GRÜNE]: Herrgott! Hanebü- chen! – Mehrdad Mostofizadeh [GRÜNE]: So etwas zu machen, sind die feuchten AfD-Träume!) An die werten Kollegen der CDU: Rufe aus Ihren eigenen Reihen gegen Lifestyle-Teilzeit stoßen bei unseren Lehrern sicher auf gar kein Verständnis. Mit derartigem politischem Rückhalt helfen jedoch auch keine Forderungen nach Reformen, wie wir sie im vorliegenden Antrag finden. Gerne stimmen wir allerdings der Überweisung in die zuständigen Ausschüsse zu. Wir werden sehen, wie sich die Debatte entwickelt. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)

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