Christof Rasche
Okay. – Frau Ministerin. Mona Neubaur*), Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Abgeordneter Witzel, ich könnte jetzt einfach sagen: Nein. Ich will Ihnen aber ausführen, wo Sie das auch gerne noch mal nachrecherchieren können. Wir als Landesregierung unterstützen zum Beispiel mit landeseigenen Mitteln die Forschung, um eine Lösung zu finden, wie man die Überproduktion von Windenergiestrom in Ostwestfalen-Lippe, der nicht abtransportiert wird, nutzen kann. Es gibt Hightechunternehmen, Maschinen- und Anlagenbauer, aus NRW, die sagen: Mensch, können wir da nicht versuchen, einen Elektrolyseur zu bauen, der dann aus diesem grünen Strom grünen Wasserstoff macht? Ich finde es daher vollkommen richtig und angemessen, dass wir Hightechunternehmen aus dem Maschinenbau, die Verfahrensweisen für die Anwendung und die Produktion von Wasserstoff entwickeln und hier verwurzelt sind, Geld zur Verfügung stellen, damit das in Nordrhein-Westfalen entstehen kann. Bezüglich der Dinge, die den Wasserstoffhochlauf betreffen, werden Sie über Bundesratsinitiativen und Initiativen in Energie- wie auch Wirtschaftsministerkonferenzen nachvollziehen können, dass immer klar ist: Das Ziel beim Wasserstoff muss der grüne Wasserstoff sein. Auf dem Weg dahin braucht es aber eine Regulatorik, die Wasserstoff eine Chance gibt, überhaupt in den Markt zu kommen. Das geht nicht mit fest vorgeschriebener Farbe, sondern braucht auf europäischer Ebene Regeln, die das möglich machen, und Bedingungen, die es attraktiv machen, in diesen Markt einzusteigen. Deswegen ist das der Teil, den wir von Anfang an klargemacht haben. Er wird sich auch nicht verändern. Das Ziel muss grüner Wasserstoff sein. Das liegt im Interesse des Kampfes gegen die Klimakrise, aber ehrlicherweise auch in meinem Interesse. Ich weiß, wie viel Ideenreichtum in Nordrhein-Westfalen steckt. Ich weiß, wie viel unsere Mittelständler können. Ich hätte schon sehr gerne, dass die Frage, wie wir Wasserstoff am einfachsten, effizientesten und günstigsten produzieren können, zum Beispiel in solchen Projekten wie dem von mir beschriebenen in OWL beantwortet wird und dass es dann am Weltmarkt erfolgreich wird.
