Ina Brandes
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich schließe mich gerne der Freude darüber an, dass der Kulturhaushalt im Jahr 2026 um über 8 Millionen ansteigen wird. Aus meiner Perspektive ist das auch ein Symbol. Eigentlich bin ich nicht für Symbolpolitik bekannt. In diesem Fall ist es jedoch wichtig, ein Signal zu senden, wie wichtig Kultur für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt ist, wie wichtig Kultur ist, um in dieser Gesellschaft weiter mit divergierenden Meinungen umgehen zu können, und wie wichtig Kultur ist, um den Populismus in Deutschland in Schach zu halten. (Beifall von der CDU, den GRÜNEN und der SPD) Ich will mich ausdrücklich für den fairen Umgang im Kulturausschuss in den letzten Monaten bedanken. Heike Wermer hat darauf hingewiesen, es waren wechselvolle Beratungen. Diese waren jedoch über weite Strecken hinweg sehr fair und sehr konstruktiv. Vor allem in Richtung von Andreas Bialas will ich sagen: Auch die Ankündigung, sich heute enthalten zu wollen, spricht für einen fairen Umgang. Gleichwohl haben Sie natürlich Änderungsanträge gestellt und Vorschläge gemacht, was wir mit dem zusätzlichen Geld tun sollen; das ist legitim. Das haben auch eine ganze Menge weiterer Leute getan, unter anderem diejenigen, denen Sie mit Ihren Änderungsanträgen zusätzliche Mittel zusprechen wollen. In der Zwischenzeit haben wir Anmeldungen von zehn bis zwölf anderen Organisationen von Kulturschaffenden bekommen. Es wurde vorhin darauf hingewiesen: Wir leben in einer Zeit, in der überall die Kosten steigen, in der wir schauen müssen, wie wir die Kulturlandschaft Nordrhein-Westfalens so durch die Wirtschaftskrise bekommen, dass wir durch Entscheidungen auf allen Ebenen möglichst wenig strukturellen Schaden anrichten. Ich hatte das bereits im letzten Jahr hier gesagt, und ich sehe das immer noch so. 26.11.2025 Der erste Schwerpunkt, den wir mit dem Einstieg in die Finanzierung der Honoraruntergrenzen gesetzt haben, ist richtig. Die Honoraruntergrenzen sind richtig und auch, sie mit einem zusätzlichen finanziellen Beitrag auszustatten. Jetzt besprechen wir mit dem Kulturrat, wie das genau vonstattengehen soll. Danach schauen wir in einem zweiten Schritt, wie wir mit den weiteren finanziellen Mitteln umgehen. Ich sehe es ganz klar so: Wir sind in einer Situation, in der wir denjenigen helfen müssen, denen sonst niemand hilft, und in der wir dafür sorgen müssen, dass unsere Kulturlandschaft so stark, stabil und bunt bleibt, wie sie im Moment ist. Ich freue mich auf die weiteren Beratungen dazu im Kulturausschuss. – Herzlichen Dank.
