Lena Zingsheim-Zobel
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Lieber Herr Ott, das kann ich so nicht stehen lassen. Wir haben, glaube ich, alle miteinander hier in der Debatte verstanden und anerkannt, dass uns der IQB-Bildungstrend Sorgen bereitet. Das haben wir von beiden Ministerinnen gehört. Alle demokratischen Fraktionen auch anerkannt, dass wir im Bildungsbereich bessere und schnellere Antworten finden müssen. Jetzt aber zu sagen, dass das von heute auf morgen mit dem Chancenjahr weg wäre, ist ehrlicherweise ein bisschen hochgestapelt. (Beifall von den GRÜNEN und der CDU) Ich will hier noch ein bisschen Erwartungsmanagement betreiben. Das wird nicht von heute auf morgen funktionieren. Egal, ob man sich Hamburg anschaut, Baden-Württemberg oder andere Bundesländer, das braucht Zeit. Nordrhein-Westfalen ist auf dem Weg. Das Chancenjahr ist eine Möglichkeit, den Kita-Sozialindex zu entwickeln, auszubauen und auf den Weg zu bringen, den Schülerfeedbackbogen einfach mal in Schule atmen zu lassen, ist eine weitere. Das sollte auch von der Opposition als Maßnahme anerkannt werden. Wir erkennen an, dass Schule als Lebensraum wichtig ist und unsere Schülerinnen und Schüler das Beste in unserem Land verdient haben. Ich hätte mir gewünscht, dass die guten, konstruktiven Gespräche aus der Enquetekommission auch im parteipolitischen weiteren Verfahren miteinander funktionieren. – Vielen Dank. (Beifall von den GRÜNEN und der CDU)
