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Dr. Hartmut Beucker

AfD 08.10.2025 Sitzungen 18/103

Sehr geehrter Herr Präsident! Verehrte Damen, geehrte Herren! Nach den Anträgen der SPD zur Förderung der Kinderund Jugendtheater, den gemeinsamen Anträgen von SPD und FDP gegen den Kahlschlag bei der Förderung der Theater und für die Förderung der Landestheater und dem Antrag der FDP gegen die Kürzung der Förderung beim Tanz haben SPD und FDP nun einen gemeinsamen Antrag zur Verhinderung des Sterbens der Theater der freien Szene gestellt, womit nun alle Facetten der Theaterszene behandelt worden sind. So wie bei anderen Untersparten gab es auch hierzu eine Anhörung, die aber nicht zu einer Annäherung der Positionen der Landesregierung aus CDU und Grünen sowie der beiden privilegierten Oppositionsparteien führte. Die Kollegen von SPD und FDP sagten in der Sitzung des Kulturausschusses daher düster ahnungsvoll, sie wüssten wohl, welchen Weg auch dieser Antrag gehen werde. Er werde wohl abgelehnt. Nun, da sollte man sich nicht allzu sehr beschweren. Immerhin genießen die beiden anderen Oppositionsparteien ja noch gewisse Privilegien. Kopf hoch! Nun zum Antrag. SPD und FDP fordern wie bei den anderen Theatersparten eine Erhöhung der Förderung der freien Theaterhäuser, die ansonsten aufge-08.10.2025 ben müssten. Das ist womöglich fraglich. CDU und Grüne verweisen bei der Ablehnung des Antrags auf die prekäre Haushaltslage des Landes, die eine Aufstockung der Förderung nicht zulasse. Genau das, diese Entscheidung, ist das große Dilemma. Es geht natürlich um Arbeitsplätze, aber alles muss auch gesamtwirtschaftlich eingeordnet werden. Auch die Gesamtwirtschaft verliert Arbeitsplätze. Warum die Kulturszene und in diesem Fall die freien Theater, die ja frei sind, da privilegiert sein sollen, erschließt sich beim Nachdenken nicht unbedingt. Freie Theaterhäuser haben, wie auch die freie Szene generell, ihre Verdienste. Jeder soll sich so verwirklichen können, wie er oder sie möchte. Aber von der Grundversorgung wie dem Musikunterricht für Kinder, den Bibliotheken, den Museen und einigem mehr abgesehen, müssen die, die ein kulturelles Angebot machen, doch zuerst selbst dafür sorgen, dass sich genug Interessierte finden. Die Anstrengungen dazu sind da – das erkenne ich ausdrücklich an. Mehr gibt der Landeshaushalt aber eben wohl nicht mehr her. Wir verschulden uns doch schon. Da die Angaben der Landesregierung zum Kulturetat bislang äußerst spärlich ausfallen – das wurde im Kulturausschuss insbesondere von SPD und FDP heftig und mehr als berechtigt kritisiert –, sehen wir uns zu einer abschließenden Beurteilung noch nicht in der Lage und enthalten uns daher der Stimme. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)

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