Rainer Schmeltzer
Frau Ministerin. Josefine Paul, Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration: Vielen Dank, Herr Präsident. – Die Landesregierung ist der Auffassung, dass es natürlich wichtig ist, mit allen am System der Kita Beteiligten darüber im Austausch zu sein. Das ist alleine deswegen wichtig, weil das Land Nordrhein-Westfalen nur ein Teil dieses Systems ist. Sie wissen es: Der Rechtsanspruch auf eine Kinderbetreuung richtet sich notwendigerweise gegen die Kommunen, und es kann kein Prozess, keine Reform und kein Vorhaben ohne die Beteiligung der kommunalen Spitzenverbände und ohne dauerhaft anhaltende Gespräche mit diesen stattfinden. Gleichermaßen geht es auch nicht ohne die Vertretung der freien Träger bzw. der freien Seite. Denn Sie wissen auch: Zwei Drittel aller Angebote in Nordrhein-Westfalen sind Angebote der freien Trägerschaft. Das bedeutet, dass wir eine Verantwortungsgemeinschaft bilden. Vor diesem Hintergrund müssen wir uns den beschriebenen Herausforderungen gemeinsam stellen. Diese sind vor allem: Wie bekommen Stabilität und Verlässlichkeit in das Angebot und stellen gleichzeitig sicher, dass wir weiterhin eine hohe Qualität in der frühkindlichen Bildung haben? Denn auch das ist richtig immer wieder in den Diskussionen beschrieben worden: Die frühkindliche Bildung legt den Grundstein für gelingende Bildungsbiografien und Zukunftschancen. Vor diesem Hintergrund hat die Landesregierung im Übrigen immer wieder auch erhebliche finanzielle Mittel zusätzlich zur Verfügung gestellt, und zwar über die Dynamisierung. Allein im Haushalt dieses Jahres sind das 500 Millionen Euro mit dem Haushaltsplanentwurf, den wir heute Morgen bei der Einbringung diskutiert haben, sowie 370 Millionen Euro zusätzlich auch die Mittel für die Kita-Helfer und die Sprach-Kitas. Wir werden uns auch in der jetzt anstehenden Reform insbesondere mit der Frage der Ausbildung beschäftigen müssen. Wir haben in Nordrhein-Westfalen ein System der Dualität von Ausbildung, einmal der schulischen Ausbildung, einmal der praxisintegrierten Ausbildung. Es ist gut, dass Nordrhein-Westfalen hier seit vielen Jahren im Bereich der praxisintegrierten Ausbildung Vorreiter ist und das auch immer weiter ausgebaut hat, im Übrigen immer im engen Dialog mit den anderen Stakeholdern im Bereich der Kitas. 17.09.2025 Genau hier müssen wir darauf einen Fokus setzen und sagen: Wir müssen die Ausbildung weiter stärken, wir müssen auch die Einrichtung bei der Begleitung der Ausbildung weiter stärken, weil wir sehen, dass wir Menschen gut durch die Ausbildung bringen müssen, damit sie erstens nicht möglicherweise vorher die Ausbildung abbrechen und zweitens gut im System ankommen können. Ich glaube, das sind alles Elemente, die immer wieder und kontinuierlich auch mit den unterschiedlichen Stakeholdern besprochen werden.
