Ina Brandes
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir sind uns, denke ich, mit Ausnahme des Vorredners mit seinem wieder knapp neben dem Thema liegenden Beitrags sehr einig über die Bedeutung der Landestheater für die kulturelle Versorgung in unserem Bundesland. Ich selbst bin immer sehr gerne dort zu Gast und weiß sehr zu schätzen, welche großartige Arbeit dort geleistet wird. Weil ich das weiß und weil ich gleichzeitig die finanzielle Situation in unserem Landeshaushalt kenne und auch weiß, wie sie in den nächsten Jahren aussehen wird, bin ich dabei, eine vernünftige Entscheidung vorzubereiten, mit der wir zum einen den Bestand der Landestheater sichern und zum anderen eine Struktur schaffen können, die wir uns dauerhaft, solide und nachhaltig werden leisten können. Denn auch wenn seltsamerweise inzwischen die FDP die SPD rechts überholt bei der Frage, wie man in höchstmöglichem Tempo Geld ausgeben kann, das man als Staat nicht hat, glaube ich gleichwohl, dass wir hier eine Verpflichtung haben, zu einer vernünftigen, dauerhaft finanzierbaren Struktur zu kommen. Sie wissen, ich bin ein pragmatischer und realistischer Mensch. Bei aller Liebe und aller Emotionalität, die in diese Debatte getragen wird, ist es wichtig, es auf einer Faktengrundlage und auch mit guten Argumenten miteinander in Ruhe zu besprechen. Das werden wir tun, sobald das Gutachten vorliegt. Wenn bis dahin akuter Handlungsbedarf auftreten sollte – dazu sind wir sowohl mit den Landestheatern als auch mit den Landesorchestern im engen Kontakt –, dann werden wir dem gerecht werden. Für die grundsätzliche Entscheidung, wie es weitergeht, brauchen wir eine solidere Bearbeitungsgrundlage, als sie im Moment vorliegt. Wir werden in den nächsten Monaten jeden Monat miteinander besprechen, welche Vorschläge die Opposition hat, Geld auszugeben, das wir nicht haben. Das weiß ich; das machen wir in jeder Ausschusssitzung. Ich glaube nicht, dass uns das tatsächlich weiterbringt, und ich glaube auch nicht, dass es für die politische Kultur in dieser Demokratie gut ist, das zu tun. Ich weiß, ich werde trotzdem mitmachen müssen. Meine Aufgabe ist aber, eine gute Struktur mit einer vernünftigen, soliden, faktischen Grundlage zu erarbeiten. Das werde ich tun und sie zu gegebener 10.07.2025 Zeit auch vorstellen. – Herzlichen Dank und allen eine schöne Sommerpause. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)
