Marco Schmitz
Ich habe es gemerkt. Ich bin unserem Präsidenten oder unserem Präsidium sehr dankbar, dass wir am 4. September ein öffentliches Gelöbnis vor dem Landtag durchführen werden. Das ist ein klares Zeichen, dass die Bundeswehr als Parlamentsarmee, auch wenn sie natürlich von den Kolleginnen und Kollegen aus dem Bundestag in den Einsatz entsendet wird, trotzdem auch ein Stück weit unsere Verantwortung ist. Dieses Signal zählt ebenso wie der Veteranentag; er zeigt: Wir stehen an der Seite derjenigen, die für unser Land gedient haben. Es geht nicht nur um Aner-05.06.2025 kennung, es geht auch um Verantwortung. Wir müssen uns darum kümmern, dass die seelische Gesundheit der Menschen gestärkt wird, dass posttraumatische Belastungsstörungen frühzeitig erkannt und die Betroffenen auch an die richtigen Stellen vermittelt werden können. Noch vorgestern habe ich ein Gespräch mit dem Vorstand der Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen geführt. Dabei ist auch noch einmal deutlich geworden, dass ein Bewusstsein für diese Herausforderung besteht, weil diese Belastungen oftmals erst Jahre oder auch Jahrzehnte nach dem Einsatz entstehen und die Psychologinnen und Psychiater dann natürlich auch geschult sein müssen, sie an die richtigen Stellen zu vermitteln. Nordrhein-Westfalen darf hier aber keine Alleingänge machen, sondern es muss eine bundesweite Lösung gefunden werden. Es darf nicht davon abhängen, ob ein Soldat hier in Nordrhein-Westfalen, in Sachsen oder in Bayern stationiert ist oder lebt – nein, diese Hilfe müssen wir allen Kameradinnen und Kameraden, die in ganz Deutschland und der Welt im Einsatz sind, mit den gleichen Bedingungen zur Unterstützung zukommen lassen. Die Zusammenarbeit – das hat die Kollegin Schneider eben gesagt – mit dem Landeskommando Nordrhein-Westfalen ist dabei ein wichtiges Element. Viele von uns waren vor ein paar Tagen beim Landesempfang hier oben auf der Rennbahn. General Müller hat noch einmal deutlich gesagt: Es ist ein starkes Signal von uns gewesen, dass so viele Parlamentarierinnen und Parlamentarier vor Ort gewesen sind. Das zeigt, dass die Bundeswehr als Stützpfeiler unserer Gesellschaft wahrgenommen wird. Dieser Stützpfeiler ist nicht einfach nur die Bundeswehr, es sind die Menschen, die dort dienen, die Veteraninnen und Veteranen, die für unser Land eingestanden sind. (Beifall von der CDU, der SPD, den GRÜNEN und der FDP) Natürlich stimmen wir der Überweisung an den Ausschuss zu. Ich biete gerne an, dass wir dort gemeinsam überlegen, wie wir den Menschen am besten helfen können, wo das Land Nordrhein-Westfalen hilft, denn es ist unsere Aufgabe, zu unterstützen. Lassen Sie mich am Ende noch einmal betonen: Es geht um die Menschen, die bereit sind, für unsere Freiheit und unsere Sicherheit alles zu geben. Es geht um Kameradinnen und Kameraden, die wir nicht vergessen dürfen, …
